39. Reihe Alter Musik eröffnet
Barocke Musik in Wormersdorf
„Alte Musik“ erfüllt wieder die Ipplendorfer Kirche mit ihrer berühmten Orgel
Rheinbach-Wormersdorf. Zahlreiche Besucher waren am vergangenen Samstag in die Ipplendorfer Kirche in Wormersdorf gekommen, um der Auftaktveranstaltung zur 39. Reihe „Alter Musik“ beizuwohnen. Organist Bernhard Blitsch freute sich besonders, das Ensemble „Flautissima“ für dieses Konzert gewonnen zu haben. „Flautissima“, das sind Anja Niemeier an der Blocklföte, Birgit Reinders (Blockflöte und Gesang), Agnes-Dorothee Lang (Blockflöte und Cemabalo) sowie Christiane Dieterich-Hirsch am Violoncello. Bernhard Blitsch selber spielte an diesem Nachmittag die historische Orgel aus dem 19. Jahrhundert, welche durch ihren einzigartigen Klang ein Anziehungspunkt für viele Anhänger des Orgelspieles aus nah und fern ist.
In seiner kurzen Begrüßung führte der Organist aus, dass sich in diesem Jahr auch das 300. Weihejahr der Ipplendorfer Kirche jährt, wobei Teile der Kirche wohl noch um einige Jahrhunderte älter sind. Tief in die Barockzeit ging es dann im Konzert, welches mit der Trisonate in F-Dur von Georg-Friedrich Händel eröffnet wurde. Dem schlossen sich zwei Arien aus dem Messias an, „Wie lieblich ist der Boten Schritt“ und „Ist Gott für uns“. Die Suite in D-Moll von Matthew Locke folgte und Bernhard Blitsch übernahm dann an der Orgel für das Choralvorspiel über „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“. Die Musik ließ den unbedarften Zuhörer in die Stimmung verfallen, wie er sich das Mittelalter auf Burgen so vorgestellt hat mit Minnegesang, Ritterspielen und Burgjungfräulein. Das mag jetzt nicht der Intension der Komponisten oder ihrer Zeit entsprechen, sondern eher der Phantasie der Neuzeit – für ihre Darbietungen erhielten die Künstler jedenfalls viel verdienten Applaus.
STF
