Allgemeine Berichte | 29.03.2021

Kapellenverein Dedenbach

Basaltkreuz an der Kreisstraße L88

Auszüge aus dem „Lagerbuch“der Pfarrei St. Nikolaus in Königsfeld/Eifel

Das Basaltkreuz in Dedenbach spielt eine Rolle im religiösen Leben. Foto: Manfred Rutkowski

Dedenbach. So mancher fragt sich, welche Bedeutung das steinerne Kreuz hat, wenn er aus Richtung Königsfeld nach Dedenbach fährt und es rechts am Ortseingang des Dorfes vor der Bushaltestelle sieht. Das ‚Lagerbuch der Pfarrei St. Nikolaus in Königsfeld‘ gibt darüber Auskunft. Darin hat der damalige Pfarrer Haser recht ausführlich das alte Holzkreuz und die Umstände beschrieben, die 1921 zur Einweihung des heute dort stehenden Basaltkreuzes führten. Es heißt da: „Wo bis zum Jahre 1884 die alte Dedenbacher Kapelle gestanden hatte, fand ich ein morsches, aus rohen Balken gezimmertes großes Kreuz vor, das bald auch auseinanderfiel. An dieser Stelle beteten die Kinder nach altem Brauch für einen Sterbenden oder Gestorbenen. Um diese geweihte und durch Gebet geheiligte Stätte dauernd zu ehren, wurde 1921 das Kreuz errichtet. Jakob Gemein stiftete es, da er es als Preis für eine Parzelle, die er an Herrn von der Leyen verkaufte, von diesem forderte. Das Kreuz ist in Niedermendiger Basalt von Peter Stallknecht hergestellt worden nach einem Entwurf, den das ‚Institut für religiöse Kunst‘ in Köln lieferte. Es kostete mit der Aufrichtung und dem Zementsockel insgesamt 1371,60 Mark. Die Einweihung geschah durch mich am 3. Mai 1921, nachdem ich die Vollmacht dazu von der Bischöflichen Behörde (Anm.: gemeint ist das Bischöfliche Generalvikariat in Trier) erhalten hatte. Sie wurde in Verbindung mit der Bittprozession nach Dedenbach früh morgens vollzogen. Bei Ankunft am Kreuz wurde vom Cäcilien-Verein das Lied ‚Der am Kreuz ist meine Liebe‘ vierstimmig gesungen. Danach Predigt, dann erste Oration (nach römischen Ritus) von mir gesungen, folgende Oration gebetet, während der Chor ein weiteres Lied sang. Dann gemeinsam das Lied: ‚Oh, du hochheilig Kreuze!‘ Darauf ging die Prozession zur Kapelle, um die Hl. Messe zu hören! Inschrift des Kreuzes: Christus Monogramm und ‚Errichtet an geweihtem Ort 1921‘ Rückwärts stehen die 2 Zahlen ‚1509 - 1884‘, weil vermutlich in dieser Zeit die alte Kapelle dort gestanden hat.“

Soweit der Text aus dem Lagerbuch. Viele Vorbeifahrende in Autos oder auch Fußgänger, welche diese Stelle passieren, wissen nichts von der Bedeutung dieses Kreuzes. Sie wissen vor allem nicht, dass an diesem Ort in den vorigen Jahrhunderten religiöses Leben lebendig war und auch praktiziert wurde. Denn es war nur eine kleine Kapelle, die dort bis 1884 stand und im Jahre 1509 vom Kölner Weihbischof Theodorus der Hl. Jungfrau Maria geweiht wurde und wie die 1884/85 erbaute, heutige Kapelle in der Dorfmitte von Dedenbach den Namen ‚Beata Maria Virginis‘ (Mariä Geburt) trug.

Pressemitteilung

Kapellenverein Dedenbach

Das Basaltkreuz in Dedenbach spielt eine Rolle im religiösen Leben. Foto: Manfred Rutkowski

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