Allgemeine Berichte | 23.02.2024

Neubau der Kita Goldgrube

Bauarbeiten sind in vollem Gang

Oberbürgermeister David Langner mit Josef Heinen (re.) und Oliver Mohr (li.) vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Koblenz.  Quelle: StadtKoblenz

Goldgrube. Der Bau der bald größten Kindertagesstätte in Koblenz, der Kita Goldgrube, schreitet immer weiter voran: Grund genug für Oberbürgermeister David Langner sich aus berufenem Mund den aktuellen Stand und die Finessen des Bauprojektes von Josef Heinen und Oliver Mohr beide vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Koblenz am Plan und im Objekt zeigen zu lassen.

180 Kinder, darunter 25 Kinder unter 2 Jahren, 134 Kinder über 2 Jahren und 21 Schulkinder in der Schulkindbetreuung sollen in dem Neubau auf dem Gelände der abgerissenen Overberg Hauptschule unterkommen. Nach der voraussichtlichen Fertigstellung der Kita im Dezember 2025 ist geplant, das Gebäude um eine Grundschule mit Sporthalle zu erweitern. Die Stadt rechnet für den Neubau mit Kosten in Höhe von etwa 9,1 Mio. Euro, die über eine Landesförderung des Landes Rheinland-Pfalz bezuschusst werden. Insgesamt sind am Bau 25 Firmen und 10 Ingenieursbüros beteiligt.

Für die Kinder und das Personal werden in dem zweigeschossigen Neubau insgesamt acht modulartige Gruppenräume zur Verfügung stehen. Diese Gruppenräume bestehen jeweils aus einem Hauptraum mit einem eigenen WC, sowie einem Neben- und Lagerraum und einem eigenen Ausgang auf das Freigelände. Je Etage gliedern sich vier Modulgruppenräume entlang eines zentralen Spielflures. Der Zugang zum Obergeschoss erfolgt über eine zweigeschossige Halle, wo ein zentral gelegener Aufzug auch eine barrierefreie Anbindung gewährleistet. Auf einer Nutzfläche von insgesamt 17000 m² werden im Erdgeschoss zusätzlich zu den Gruppenräumen ein Mehrzweckraum für Sport und Bewegung, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, ein Besucher WC, sowie Räume für die Leitung und eine Mensa Platz finden, während im Obergeschoss Personalräume, eine Terrasse, ein Ruheraum, ein Werkraum und ein Speisesaal geschaffen werden.

Neben dem neuen Innenbereich sollen die Außenanlagen mit altem Baumbestand möglichst naturnah gestaltet werden, um den Kindern ein unmittelbares Erleben von Pflanzen und Tieren sowie die Stärkung motorischer Fähigkeiten zu ermöglichen.

Die Kita Goldgrube als nachhaltiges Bauwerk

Für den Neubau steht vor allem eine nachhaltige Bauweise im Vordergrund: Dafür wird das Passivhausgebäude in Holzhybridbauweise gebaut, indem die Außenwände aus Holz, die Innenwände und die Decken jedoch aus Mauerwerk oder Beton errichtet werden. Die Fassade soll mit nachwachsenden Rohstoffen aus einem Mix aus Holz und Faserzement erstellt werden, auf Verbundsysteme wird aus ökologischen Aspekten vollends verzichtet.

Im Sinne der Nachhaltigkeit soll die Beheizung des Gebäudes mittels einer Sole-Wasser-Wärmepumpe erfolgen: Hierbei wird die vorhandene Wärme aus der Erde zum Heizen der Einrichtung genutzt. Die dafür notwendigen Sondenbohrungen befinden sich im Bereich der Außenanlagen und durch den Einsatz einer Fußbodenheizung kann die Vorlauftemperatur der Wärmepumpen auf ein Minimum reduziert werden. Neben ihrer Heizfunktion können die Erdsonden im Sommer auch zur energieeffizienten Kühlung des Gebäudes genutzt werden.

Eine kontrollierte Be- und Entlüftung sorgt weiterhin für ein behagliches Raumklima und den Schutz der Bausubstanz. Durch die bedarfsgerechte Lüftung mit Wärmerückgewinnung wird wertvolle Energie gespart und über den Erdwärmetauscher wird die Luft im Sommer gekühlt sowie im Winter vorgewärmt, was eine weitere Erhöhung des Wirkungsgrades der Lüftungsanlage zur Folge hat.

Die Beleuchtung der Kita erfolgt mittels einer modernen LED-Beleuchtung, welche durch eine hocheffiziente Konstantlichtregelung gesteuert wird. Durch den Einsatz der Regelung kann eine Energieersparnis von bis zu 60 Prozent erreicht werden. Auch die Beschattung erfolgt vollautomatisiert, sodass der sommerliche Wärmeschutz gewährleistet ist.

Die Dachfläche wird für eine Photovoltaikanlage mit großen Eigenverbrauchsanteil genutzt, außerdem sollen sämtliche Dachflächen des Baukörpers mittels einer weitreichenden Dachbegrünung ausgestattet werden. Die Leistungsfähigkeit einer Photovoltaikanlage wird durch die Kühlleistung der Begrünung gesteigert, außerdem wirkt sie positiv auf Biodiversität, Arten- und Naturschutz und auch die Dachfläche selbst kann so vor äußeren Einwirkungen wie UV-Strahlung, Hagel, Sturm, Hitze oder Belastung durch Personen geschützt werden, wodurch die Lebensdauer des Daches gesteigert wird. Weiterhin kann durch die begrünte Dachfläche viel Regenwasser aufgenommen werden und damit die Kanalisation entlastet werden, was das Nachhaltige Konzept des Neubaus abrundet.

Bau der Kita Goldgrube Fakten:

- größte Kita Koblenz mit 180 Plätzen, davon 25 für Kinder unter 2 Jahren, 134 für Kinder über 2 Jahren und 21 für die Schulkindbetreuung.

- 1700 m2 Nutzfläche.

- 8 modulartige Gruppenräume bestehend aus Hauptraum, WC, Nebenraum, Lagerraum und Zugang zum Freigelände.

- 4 Gruppenräume je Etage entlang eines zentralen Spielflurs.

- Barrierefreiheit durch zentralen Aufzug.

- Baukosten ca. 9,1 Mio. Euro.

- Geplante Bauzeit von Oktober 2023 bis Dezember 2025.

- 25 am Bau beteiligte Firmen, 10 beteiligte Ingenieurbüros.

Raumverteilung:

EG: Mehrzweckraum (Sport/Bewegung), Besucher WC, Leitung, Mensa, 4 Gruppenmodulräume.

OG: Ruheraum, Werkraum, Speisesaal, Personalräume, Terrasse, 4 Gruppenmodulräume.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

Oberbürgermeister David Langner mit Josef Heinen (re.) und Oliver Mohr (li.) vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Koblenz. Quelle: StadtKoblenz

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