LAG Raiffeisen-Region
Bedauern über Scheitern des Wällermarkts
Westerwaldkreis. Durch die anhaltende wirtschaftlich negative Gesamtkostendeckung musste die Gesellschafterversammlung am 11. Februar 2025 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat die Liquidation der Genossenschaft wällermarkt eG zum 1. April 2025 beschließen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Raiffeisen-Region bedauert das Scheitern des wällermarkts sehr - er war bzw. ist noch bis 31. März 2025 ein Vorzeigeprojekt im Westerwald.
Sie sind überzeugt, dass es richtig war, dass die vier beteiligten Lokalen Aktionsgruppen im Westerwald dem wällermarkt über die finanzielle Förderung mit LEADER-Mitteln der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz eine praktische Chance gegeben haben. LEADER unterstützt ausdrücklich auch innovative und neuartige Ideen und Projekte, die Mut und eine gewisse Pionierfunktion benötigen – und die auch mal schief gehen können.
Da sie Fragen zur Bereitstellung der Fördermittel erreicht haben, stellen sie gern klar:
1. Es wurden nicht alle bereitgestellten Fördermittel abgerufen. Hierfür gibt es zwei Gründe: Zum ersten sind geringere Gesamtkosten als prognostiziert und beantragt angefallen. Von Anfang an war bekannt, dass zunächst alle Kosten vorzufinanzieren sind und alle drei bis vier Monate eine Zwischenabrechnung erfolgen kann. Der Vorstand hatte damit von Anfang an die Kosten im Blick und passte die Ausgaben den Erfordernissen und finanziellen Möglichkeiten an.
Zum zweiten wird das Vorhaben nun unerwartet vorzeitig beendet. So entfallen drei Monate, da am 30. Juni 2025 der Bewilligungszeitraum des Vorhabens geendet hätte. Das Ende des Umsetzungszeitpunktes zum 30. Juni 2025 und die fehlende Verlängerungsoption in der EU-Förderperiode 2014 – 2022 war von Beginn an allen Beteiligten bekannt.
2. Es wird keine weitere Förderung beantragt. Eine weitere Förderung wäre nach intensiven Diskussionen in den vier Lokalen Aktionsgruppen des Westerwaldes möglich gewesen. Diese Förderung wird nun nicht mehr bei der ADD beantragt bzw. von dieser bewilligt.
Man hofft, dass mit den freiwerdenden Mitteln andere innovative Vorhaben unterstützt werden können.
Man dankt den Akteuren – allen voran Wendelin Abresch und Andreas Giehl – für ihr Engagement und Herzblut, mit dem sie den Menschen im Westerwald eine zukunftsfähige regionale Einkaufsplattform angeboten haben. Leider wurde diese Chance nicht ausreichend im Westerwald erkannt.
Pressemitteilung
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