Allgemeine Berichte | 25.05.2022

Stiftung Sayner Hütte

Bedeutende Buderus Sammlung an Stiftung Sayner Hütte übergeben

Übergabe der Dauerleihgabe von der Buderus Guss GmbH, vertreten durch Kathrin Heumann-Kunz und Jörg Firnges (re.), an die Geschäftsführerin der Stiftung Sayner Hütte, Steffi Zurmühlen (li.), und der Leiterin des Eisenkunstgussmuseums, Barbara Friedhofen (mi. li.).  Foto: Theresa Artzdorf

Bendorf. Eine fast 1.000 Stücke umfassende Sammlung preußischen Eisenkunstgusses der Buderus Guss GmbH wurde als Dauerleihgabe an die Stiftung Sayner Hütte übergeben. Die Stiftung Sayner Hütte freut sich sehr, diesen Schatz nun in ihrem Bestand zu haben und wird große Teile davon im neuen Eisenkunstguss Museum auf der Sayner Hütte ausstellen, das im nächsten Jahr eröffnet wird.

Die Buderus Kunstgießerei in Hirzenhain bestand von 1947 bis 2015. Sie war eine der letzten Eisenkunstgießereien, die nach preußischem Vorbild in entsprechend hoher Qualität Kunstwerke in Eisen goss. Die Buderus-Sammlung hatte der erste Leiter und Chefmodelleur der Kunstgießerei Peter Lipp (1902-1975), als Anschauungssammlung für die Mitarbeiter unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg 1947 zusammengetragen.

Die Eisenkunstgussobjekte der Buderus-Sammlung spannen den Bogen vom Beginn des preußischen Eisenkunstgusses Ende des 18. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert. Den Schwerpunkt der Sammlung bilden Exponate aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich fast ausschließlich um sogenannten preußischen Eisenkunstguss. Die Sammlung umfasst das gesamte Spektrum an Kunstgüssen der königlich-preußischen Eisengießereien in Gleiwitz, Berlin und Sayn. Dazu gehören Schmuck, Büsten, Statuetten, Gemmen und Plaketten sowie Galanterie-Waren, wie Schreibzeuge, Briefbeschwerer und Leuchter. Außerdem beinhaltet die Sammlung einzelne Objekte aus anderen zeitgleichen privaten Kunstgießereien wie beispielsweise Lauchhammer oder Geiss und Devaranne in Berlin.

Die Sammlung der Buderus Kunstgießerei in Hirzenhain ist eine der bedeutendsten Sammlungen preußischen Eisenkunstgusses. Vergleichbar ist sie mit der Privatsammlung des Dessauers Ewald Barth (1898-1968), die 2007 von der Stadt Dessau für das dortige Museum für Stadtgeschichte erworben wurde sowie der Sammlung von Gustav Lamprecht und Maurice Garbaty, die sich heute im Birmingham Museums of Art in Alabama, USA befindet.

Die Buderus Guss GmbH wünschte sich, dass die Sammlung, die bisher vom Trägerverein des Kunstguss Museum Hirzenhain gepflegt wurde, in die Hände einer ehemaligen königlich-preußischen Eisengießerei bzw. deren Nachfolgeinstitution käme, um dort wissenschaftlich betreut und ausgestellt zu werden. Daher wurde bereits im letzten Jahr Kontakt zur Stiftung Sayner Hütte aufgenommen.

Die Stiftung Sayner Hütte freut sich, dass sie nun mit der Sammlung über einen umfangreichen Bestand an originalem preußischen Eisenkunstguss verfügt, der auch viele Güsse der Sayner Hütte selbst beinhaltet. Diese ergänzen die Sammlung des früheren Rheinischen Eisenkunstgussmuseums perfekt, dass 2020 in die Trägerschaft der Stiftung übergegangen ist. Durch die Dauerleihgabe kommen auch viele repräsentative Stücke des preußischen Eisenkunstgusses in die bestehende Sammlung des Museums.

Die Dauerleihgabe wird in Zukunft in großen Teilen in dem neu entstehenden Eisenkunstgussmuseum auf der Sayner Hütte zu sehen sein. Dafür wird auf der ehemaligen Eisenhütte momentan das Arkadengebäude saniert und eine komplett neue Ausstellung gestaltet, die im nächsten Jahr zum Saisonstart eröffnet wird.

Pressemitteilung

Stiftung Sayner Hütte

Übergabe der Dauerleihgabe von der Buderus Guss GmbH, vertreten durch Kathrin Heumann-Kunz und Jörg Firnges (re.), an die Geschäftsführerin der Stiftung Sayner Hütte, Steffi Zurmühlen (li.), und der Leiterin des Eisenkunstgussmuseums, Barbara Friedhofen (mi. li.). Foto: Theresa Artzdorf

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