Martinszug in Merl mit mehr als tausend Besuchern
Begegnungsfest für Alt und Jung
Meckenheim-Merl. „Ich geh mit meiner Laterne…,“ so heißt ein Lied zum Ehrentag des Heiligen Martin, welches bereits seit Generationen anlässlich der Umzüge gesungen wird. So auch in Merl, wo dieses Lied nicht nur von den Stadtsoldaten musikalisch angestimmt wurde, sondern auch von den Grundschulen und Kindertagesstätten im Vorfeld umgesetzt wurde.
Bereits seit Wochen haben die Kinder an ihren Laternen gebastelt und freuten sich auf den großen Tag, wo auch die himmlische Kommunikation funktioniert hat. Denn pünktlich zum Umzug hatte der Heilige Martin wohl Petrus bewegen können, den leichten Regen einzustellen, so dass es bei kühlem Wetter optimale Bedingungen für den Umzug gab.
Am Merler Dreieck hatte die Feuerwehr dann das Martinsfeuer aufgebaut und man konnte bereits sehen, wie der neue Spielplatz dort aussehen wird, der ja eine maritime Gestaltung von der Optik her hat. Auch wenn die offizielle Einweihung durch die Stadt noch aussteht, die Zielgruppe der Kinder hat sich nicht davon abhalten lassen, diesen direkt in Beschlag zu nehmen und auf Funktionsfähigkeit zu prüfen. Dem Zuspruch nach zu urteilen dürfte den Gestaltern da wohl genau das Richtige gelungen sein.
Doch das Martinsfest ist nicht nur für die Kinder da, auch zahlreiche Erwachsene nahmen teil. Man konnte meinen, ganz Merl hatte sich am Feuerplatz versammelt. Freilich gab es nur am Feuer die Wärme von außen, von innen gab es diese an der Glühweinbude. Dort verkauften Moni Sell, Annette Bunert, Martin Funke und Joachim Kühlwetter Glühwein, Punsch sowie Martinswecken. Der Verkauf der Martinswecken geht auch direkt wieder in die Finanzierung des Martinszuges, die Erlöse aus dem Getränkeverkauf gehen an die Aktion „Warme Mahlzeit“ von Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer sowie für die Arbeit der Arche. Sehr erfolgreich, wie Joachim Kühlwetter anmerkte, denn der Getränkestand war am Abend, als man sich zum gemeinsamen Abschluss im Feuerwehrhaus traf, leer getrunken.
Das hätte auch dem Heiligen St. Martin gefallen, der ja bekanntlich seinen Mantel mit einem Bettler teilte, damit dieser nicht frieren musste. Wobei das Leben des Martin darüber hinaus vieles Spannendes zu bieten hat.
Nicht nur die Episode als römischer Soldat, sondern auch sein weiterer Lebensweg als Bischof, in dem er sich auch mit der Kirche angelegt hat, sowie sein Umgang mit den Menschen waren beispielhaft. Das ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass der Heilige Martin auch heute noch überall sehr verehrt wird und das über die Konfessionen und Religionen übergreifend.
Der besondere Dank von Ortsvorsteher Michael Sell galt dabei den zahlreichen Helfern und Unterstützern sowie der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr, welche auch für die Sicherheit der Veranstaltung sorgten.
STF
Gute Stimmung an der Glühweinbude, wo Getränke für den guten Zweck verkauft wurden. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
