Die Montagsgruppe des SV Bubenheim wanderte rund um Eisenach
Begeisternde Tage - informativ und abenteuerlich
Bei der viertägigen Reise ging es in Thüringens Wälder, durch die Drachenschlucht und auf die Wartburg
Koblenz/Eisenach. „Gut Runst!“ So lautet der Rennsteiggruß. Ende September war es für die Montagsgruppe des Sportvereins Bubenheim wieder soweit: Sie startete zu ihrer diesjährigen Wandertour; der Weg führte nach Eisenach. Heinz Werner Heßling hatte die Tour wieder einmal akribisch vorbereitet und geplant, konnte allerdings aus familiären Gründen nicht persönlich mitfahren; der neue „Leitwolf“ war Michael Cohnen.
Vormittags war die Gruppe bereits in Eisenach angekommen, machte Quartier im „Gasthaus & Herberge St. Peter“ und dann ging es auch schon bei herrlichem Sonnenschein und fast 30 Grad zur ersten Wandertour, nämlich zur Wartburg. Anfangs wurde fröhlich und locker durch die Straßen der Innenstadt spaziert, und nach dem großen Marktplatz war die Wartburg hoch über den Köpfen zu sehen und ragte majestätisch in den Himmel. Für die Wanderer hieß das natürlich: „Do müsse mir roff, un zwar ze Foß!“ Na ja, Bange machen gilt bekanntlich nicht, also auf geht‘s. Und nach gut anderthalb Stunden waren alle tatsächlich oben angekommen, die meisten zwar schweißgebadet, aber stolz auf diese stramme Leistung. Herrliche Ausblicke auf die Stadt und das Umland belohnten die Strapazen. Nach einer geführten Besichtigung ging es dann wieder bergab.
Zum Abendessen traf sich die Gruppe im „Kartoffelhaus“, dem total verrückten Speiselokal in Eisenach; Decke und Wände nostalgisch und informativ dekoriert. Nach dem Motto „heute bleibt der Ofen aus, wir essen im Kartoffelhaus“ gab’s tolle Gerichte - sozusagen alles Tolle aus der Knolle“, wie zum Beispiel „eine Karre Mist“ oder auch „Teufelswerk“- und alles schmeckte wunderbar.
Die Gruppe teilte sich in Wanderer und Radler
Am zweiten Tag teilte sich die Gruppe: Drei Mann hatten ihre Fahrräder dabei, sieben Mann wanderten. Der Weg führte durch die „Drachenschlucht“, eine Klamm südlich von Eisenach - Abenteuer pur. Der Abend war diesmal nach dem Essen dem beliebten Kartenspiel („Schwimmen“) gewidmet.
Tag drei führte durch die Wälder hoch über der Stadt zum „Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe“; einem Kriegerdenkmal für die im Deutsch-französischen Krieg 1870/71 gefallenen Burschenschaftler. Dieses Denkmal ist von großer Bedeutung für die „studentischen Verbände“ und wird bis heute für deren Gedenkveranstaltungen genutzt.
Am vierten Tag wurden die Wanderer dann vom großen Regen erwischt und besichtigten das Museum der ehemaligen „Automobilwerke Eisenach“, AWE. Das war für die Teilnehmer dann schon eine Konfrontation mit der Wendezeit um die 90er Jahre einschließlich der Abwicklung großer industrieller Bereiche in der ehemaligen DDR. An dieser Stelle bedeutete das beispielsweise von heute auf morgen die Entlassung von 9.100 Beschäftigten allein in diesem Automobilwerk.
Und nach einer langen Fahrt im Dauerregen und endlosen Staus auf den Autobahnen kamen die Reisenden wieder wohlbehalten im schönen „Boom“ an. Fazit: Es waren - wie immer - begeisternde Tage mit informativen Besichtigungen, schönen und stellenweise auch abenteuerlichen Wanderungen und gemütlichem Klönen an den Abenden.
