Allgemeine Berichte | 05.05.2020

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

Behelfsmasken nähen als Alternative zu Präsenztreffen

Mit Spenden an Stoffen, Schrägband, Gummi, Draht und Garn wurden die Damen eifrig ermuntert, diese Masken anzufertigen. Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Tue Gutes und rede darüber“ ist ein vielverwendetes Zitat. In Coronazeiten werden viele Hilfsangebote bekannt gemacht, sei es die Betreuung von alleinstehenden Menschen, der nachbarschaftliche Einkaufsdienst, die Versorgung von Menschen in Quarantäne. Dies zeigt in schweren Zeiten, dass es sie noch gibt: Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit, Nähe zum Anderen und Sehen wo Hilfe nötig ist. Dies bringt auch das Schaffen neuer Wege mit sich und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. So traten Verantwortliche des Maria-Hilf-Krankenhauses mit einem Hilferuf an die Frauen der Selbsthilfegruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler, ob diese beim Nähen von Behelfsmasken behilflich sein könnten.

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. in Bad Neuenahr-Ahrweiler – das ist eine muntere Gruppe von Frauen, die sich einmal monatlich trifft, um dem Leben mit und nach Krebs Zuversicht und Hoffnung geben zu können.

Mit interessanten Vorträgen von Referenten, einem lebendigen Austausch untereinander und dem Bewusstsein „Ich bin nicht allein mit meinen Sorgen mit und um die Krankheit“ stärken sich die Frauen untereinander und finden Nähe und Gemeinschaft, die von nicht Betroffenen oftmals nicht so stark gelebt werden kann. So wurde bereits auch darüber berichtet, dass die Aktion „Herzen gegen Schmerzen“ von dieser Gruppe unterstützt wird. Es gibt viele Teilnehmerinnen, die mit Nadel und Faden und Nähmaschine vertraut sind und dies gerne tun. Zweimal im Jahr ist es ein Teil des Gruppenabends, bei fröhlichem Plaudern die Herzen fertigzustellen. Dies ist der Hintergrund, warum die Gruppe auch beim Nähen der Behelfsmasken gerne unterstützte.

Mit Spenden an Stoffen, Schrägband, Gummi, Draht und Garn wurden die Damen eifrig ermuntert, diese Masken anzufertigen und es fanden sich gleich auch Näherinnen aus dem Familienumfeld der betroffenen Frauen, die mithelfen wollten! Die älteste Helferin war 92 Jahre alt und als Schneiderin eine wertvolle Hilfe. So kamen binnen kürzester Zeit nahezu 200 wiederverwendbare Masken zur Krankenhausoberin, Frau Gabriele Frömgen, die sich in einem persönlichen Schreiben herzlichst bedankte.

Die Bilder zeigen, wie sauber gearbeitet und hygienisch verpackt wurde– heiß gebügelt und mit Handschutz in Plastikbeutel eingeschweißt, sind diese Masken für den sofortigen Gebrauch erstellt worden und es folgen noch weitere.

Die Frauen können sich derzeit nicht treffen, aber der Austausch über die Arbeit, die schönen Bilder und Erlebnisse, das Dankeschreiben – all dies trägt dazu bei, dass die Gemeinschaft untereinander wächst und eine Verbundenheit auch dann entstehen kann, wenn man sich nicht sieht.

Sobald die Tore für öffentliche Veranstaltungen wieder geöffnet werden können, gibt es auch wieder die beliebten Treffen am 2. Mittwoch im Monat ab 18.30 Uhr in der Aula des Krankenhauses. Dazu sind Sie als Betroffene oder Angehörige herzlich eingeladen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Wir freuen uns über Ihren Anruf und sind gerne für Sie da! Kontakt Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. – Gruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler:

* Bärbel Peil Tel. (01 71) 32 52 053

* Edith Natschke Tel. (0 26 41) 41 84

* Renate Haag Tel. (0 26 42) 44 991

Mit Spenden an Stoffen, Schrägband, Gummi, Draht und Garn wurden die Damen eifrig ermuntert, diese Masken anzufertigen. Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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