Beim ersten Amtspokal der VG Rengsdorf/Waldbreitbach wurde fast geräuschlos auf Hightech-Scheiben geschossen
Bei Roßbacher Schützen kracht es nicht
Wanderpokal ging nach Honnefeld - Einzelsieger ist aus Bonefeld - Kurtscheid dominierte bei Jugend
Roßbach. „Schützenliesel dreimal hat´s gekracht“, ist der Refrain eines bekannten Volkslieds. Das galt für den ersten Amtspokal im Schießen in der neuen Verbandsgemeinde Rengsdorf/Waldbreitbach jedoch nicht. Denn auf dem Schießstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft Roßbach wurde lediglich mit Luftgewehren geschossen, die nur ein leises „Plopp“ von sich geben. Der Einschlag der Kugeln war absolut geräuschlos, denn auch die historischen Schützenbruderschaften gehen mit der Zeit und haben Hightech installiert.
Die Schützen sehen zwar eine Scheibe, doch die ist auf einer Art Gelkissen, durch das elektronisch auf einem Display sofort der Treffer angezeigt wird. Und im Schankraum konnten auch andere Schützenbrüder und Gäste die Ergebnisse auf einem großen Flachbildfernseher verfolgen.
Die Schützenbruderschaft Roßbach mit dem jungen Brudermeister Jörg Gries hat 167 Mitglieder, von denen 35 Schützen aktiv historisch und sportlich schießen.
Jörg Gries erklärte, dass der Roßbacher Verein schon mehrfach den Amtspokal der ehemaligen Verbandsgemeinde Waldbreitbach ausrichtete: „Daher haben wir beschlossen, dass diese Tradition auch in der neuen Verbandsgemeinde fortgesetzt wird“, erläuterte der Brudermeister.
Jetzt durfte jeder Teilnehmer mit dem aufgelegten Luftgewehr zehn Schuss auf die zehn Meter entfernte „Scheibe“ abgeben. Jede Mannschaft hatte fünf Schützen, deren Treffer addiert wurden.
Hans-Werner Breithausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf/Waldbreitbach, ehrte die Sieger und übergab Geldpreise. „Ich bin froh, dass alle Schützenvereine und auch Jugendmannschaften teilnehmen“, erklärte der Bürgermeister und weiter: „Von der VG gibt es auch Preisgelder, die Jugendmannschaften erhalten alle 50 Euro und ansonsten alle zwischen 50 und 175 Euro.“
Breithausen freute sich, dass er den Wanderpokal der VG an die Sportschützengesellschaft Honnefeld überreichen konnte, die mit 512 Punkten gesiegt hatte.
Dahinter die Schützengesellschaft St. Georg Bonefeld (508 Punkte), St. Hubertus Schützenbruderschaft Niederbreitbach (507), St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach (506), St. Hubertus Schützenbruderschaft Kurtscheid (503), St. Hubertus Schützenbruderschaft Roßbach (503) und St. Georg Schützenbruderschaft Frorath (501).
Bei den Jugendlichen waren drei Vereine mit je drei Schützen vertreten. Den Amtspokal erhielt die Mannschaft der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kurtscheid (303), vor St. Hubertus Niederbreitbach (291) und St. Hubertus Roßbach (283).
Den von der Verbandsgemeinde gestifteten Amtspokal dürfen die Einzelsieger behalten. An die Spitze schoss sich Klaus Reinhard von der Sportschützengesellschaft Honnefeld (104,8), gefolgt von seinen Vereinskameraden Ralf Stahl (104,6) und Ronald Knab (103,4).
Den Amtspokal der Jugend überreichte der Bürgermeister an Felix Rathmann, St. Hubertus Kurtscheid (101,9) vor Marie Wittlich (101,7) und Lea Gröger (100,0) vom gleichen Verein.
Breithausen lobte die Roßbacher Schützen für die tolle Organisation des Amtspokalschießens, das danach in schöner Atmosphäre vor dem Schützenhaus mit Gegrilltem und kühlen Getränken gefeiert wurde.
HEP
Bester Einzelschütze war Klaus Reinhard aus Bonefeld, dem Bürgermeister Breithausen (re.) und Brudermeister Jörg Gries den Amtspokal überreichten.
Mit dem aufgelegten Luftgewehr durfte jeder Schütze. hier die aus Waldbreitbach. vier Schuss abgeben.
Den Amtspokal für Jugendmannschaften überreichte Bürgermeister Breithausen den Schützen aus Kurtscheid.
