Beim Vorlesen über sich hinauswachsen
Rheinbach. Beim Kreisentscheid Rhein-Sieg I des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs am 28. Januar lasen 13 Sechstklässler – allesamt Schulsiegerinnen und Schulsieger - der linksrheinischen weiterführenden Schulen in der Rheinbacher Stadthalle vor insgesamt rund 600 Kindern. Jonathan Fronhoffs vom Städtischen Gymnasium Rheinbach konnte sich in einem spannenden Finale mit Henriette Schlenkhoff (Erzbischöfliches Sankt-Joseph-Gymnasium Rheinbach) knapp durchsetzen und darf als neuer Kreissieger nun im März am Bezirksentscheid teilnehmen.
Nun schon schon zum zehnten Mal hintereinander wurde der Kreisentscheid Rhein-Sieg I des 1959 von Erich Kästner mit ins Leben gerufenen Wettbewerbs in der Glasstadt ausgetragen. Hier bemüht man sich in besonderem Maße, mit dem Thema Vorlesen viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Die Buchhandlung kunterbunt, die Öffentliche Bücherei St. Martin und Rheinbach liest e.V. organisierten das Ereignis, die Gesamtschule Rheinbach – mit der Stadthalle als Schulaula - fungierte als Gastgeberin. „Die Kinder lesen nicht in erster Linie für die Jury, sondern dürfen ihre Altersgenossen begeistern“, erklärt die Inhaberin der Buchhandlung kunterbunt, Melanie Korber, die Veranstaltungsidee.
In Gruppe A mit sieben Schulsiegerinnen und Schulsiegern konnten Anna Ilg (Gymnasium Alfter), Elise Grosdidier (Ursulinen-Realschule Bornheim), Jonathan Fronhoffs (SGR Rheinbach) und Hannah Hellmann (Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim) mit ihrem vorbereitet Wahltext besonders überzeugen. Elise beispielsweise hatte das Publikum mit Sabrina Kirschners „Die unlangweiligste Schule der Welt“ zum Lachen gebracht, und Anna hatte spannende Fantasy gewählt („Keeper of the lost Cities“). Hannah ließ in Michael Endes Klassiker „Momo“, die Begegnung des kleinen Einsiedler-Mädchens mit der merkwürdigen Puppe „Bibi-Girl“ lebendig werden. Jonathan, der zurzeit auch beim Jungen Theater Bonn als Nachwuchsschauspieler in „Herr der Diebe“ zu sehen ist, hatte eine dramatische Stelle des Jugendromans „Das letzte Aufgebot“ seines Intendanten Moritz Seibert großartig vorbereitet. Damit und mit viel Routine auch im anschließenden Fremdtextlesen setzte er sich verdient an die Spitze der Gruppe und konnte freudig auf das Finale warten.
Nach der „kleinen Siegerehrung“ verließen sieben Grundschulklassen und vier sechste Klassen beglückt die Aula, und es strömten die Stufen 6 der Rheinbacher Gesamtschule und des Sankt-Joseph-Gymnasiums sowie ein 6. Klasse der Europaschule Bornheim hinein. In Gruppe B lasen sich erneut vier Kinder in die „Fremdtextrunde“: Miriam Geisler vom Alexander von-Humboldt-Gymnasium Alfter überzeugte die Jury mit einer Stelle aus Lindgrens „Ronja Räubertochter“. Louisa Wolff (Gesamtschule Rheinbach) verlieh einer Stelle aus „Das Glück wartet nur bis um vier“ besonderen Charme und Charlotte März (Ursulinen-Gymnasium Bornheim) machte es mit „Bodyguard“ spannend. Henriette Schlenkhoff (SJG Rheinbach) war mit Startnummer dreizehn die letzte Vorleserin im Gesamtfeld. Sie hatte aus „Wir sind Wölfe“, einem Roman über die Flucht einer Familie aus Ostpreußen bei Kriegsende, eine besonders eindringliche Stelle gewählt und sie hinreißend gestaltet. Nach dem Fremdtextlesen kürte die Jury Henriette zur zweiten Finalistin.
Die Jury war prominent und „quer durch den Rhein-Sieg-Kreis“ zusammengestellt. Daniela Hahn (Leiterin der Öffentliche Bücherei St. Martin Rheinbach), Franzis Steinhauer (Leiterin der Bücherbrücke Meckenheim-Alfter), Dr. Hasso Rieck (Literat aus Meckenheim-Altendorf), Oliver Krauß (MdL) und Brigitte Nowak (Leiterin der Stadtbücherei Bornheim) bepunkteten nicht nur Lesetechnik, Textgestaltung und Textauswahl, sondern gaben jedem Kind ein liebevoll-konstruktives persönliches Feedback.
Henriette und Jonathan standen nun also im Finale. Sie hatten sich gemeinsam mit Louisa auf diesen Tag vorbereitet, sich kennen und schätzen gelernt. In der großen Stadthalle wurde es um 12:57 Uhr ein letztes Mal mucksmäuschenstill. Den finalen Fremdtext, sozusagen das „Zünglein an der Waage“, durfte die Vorjahresgewinnerin und NRW-Finalistin Charlotte Hartmann anlesen: „10 Wünsche, 7 Abenteuer und eine sprechende Katze“ von Lissa Evans. Jonathan und Henriette gelang es, auch diesen Text gut zu gestalten. Am Ende flog, wie Oliver Krauß, stellvertretend für die Jury verkündete, Jonathan knapp als erster durchs Ziel. Er darf nun den Rhein-Sieg-Kreis im März beim Bezirksentscheid vertreten. Henriette gratulierte ihm herzlich und freute sich ehrlich über seinen Erfolg. Ein schöner Moment!
Von den Lehrerinnen und Lehrern, die die zahlreichen Besucherklassen begleiteten, gab es viel Lob für die gute Organisation durch das vielköpfige Team und für die wertschätzende Moderation durch Julius Esser und Ricarda Kowalewski. Die Lehrerin eines teilnehmenden Schülers schrieb: „Für mich war es ganz besonders, meinen Schüler zu beobachten, wie er so über sich hinauswächst.“
Solches Lob ist ein toller Ansporn und rechtfertigt den finanziellen, logistischen und ehrenamtlichen Aufwand. „Der Vorlesewettbewerb ist – mit Leidenschaft und Sachverstand durchgeführt - ein unvergessliches Erlebnis und kann so vielen Kindern Lust auf Bücher machen und sie motivieren, das gestaltete Vorlesen zu üben“, ist Gerd Engel von Rheinbach liest e.V. überzeugt.
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