Neuer Treffpunkt für Jugendliche in Bell eingeweiht
Beller Jugendtreff lädt zum Chillen ein
Ortsbürgermeister Stefan Zepp:
„Erfolg oder Misserfolg des umgerüsteten Baumwagens liegt in den Händen der Jugendlichen!“
Bell. Am vergangenen Freitag begrüßte der Beller Ortsbürgermeister Stefan Zepp zahlreiche Besucher zur Einweihung eines neuen Jugendtreffs, der sich in Form eines umgerüsteten und wunderschön gestalteten Bauwagens präsentierte. Sein ganz besonderer Gruß galt dem 1. Beigeordneten der VG Mendig, Joachim Plitzko, seinen Gemeinderats-Kolleginnen, allen tatkräftigen Ehrenamtlichen sowie den Sponsoren, zu denen u.a. auch die Kreissparkasse Mayen, die Volksbank RheinAhrEifel eG und nicht zuletzt der Beller Verkehrs- und Heimatverein zählte.
Schon bei seinem Amtsantritt hatte Zepp den Wunsch geäußert, für die Beller Jungs und Mädels im Alter von 14 – 18 Jahren einen Ort zu schaffen, der für sie zum zentralen Treffpunkt werden könnte. Nach verschiedenen Überlegungen kam die Idee auf, einen Bauwagen anzuschaffen, der entsprechend umgerüstet werden sollte. Nach längerer Suche wurde man fündig und Rolf Winkelsträter aus Bell erklärte sich spontan bereit, die Federführung für den von Ehrenamtlichen fachgerecht ausgeführten Umbau zu übernehmen. Auch ein idealer Standort wurde in unmittelbarer Nähe des Bürgertreffs am Beller Backes gefunden. „Mein Gedanke bei der Auswahl dieses Platzes war die Integration von „Jung und Alt“: Auf der einen Seite der Bürgertreff im Backes und in direkter Näher ein geschlossener Raum für die Jugendlichen. Also ein aktiver Beitrag zur Fortführung und Bildung einer generationenübergreifenden sozialen Gemeinschaft in der Mitte des Ortes“, so Bürgermeister Zepp.
Nach seinen Worten soll der Jugendtreff ein gemütlicher und kein steriler Ort sein, an dem die Jugendlichen sich treffen, spielen oder einfach nur „abhängen“ können. Der Erfolg oder Misserfolg liegt letztlich in den Händen der jungen Leute, bzw. hängt davon ab, was sie daraus machen. Nicht zuletzt handelt es sich um ein „lebendiges“ Projekt, bei dem Veränderungen oder Anschaffungen auf Wunsch und in Absprache mit den Jugendlichen realisiert werden sollen. Der Bauwagen wurde komplett restauriert und es wurde eine sehr gemütliche „Chill-Ecke“ im Außenbereich geschaffen. Als ersten Schritt bietet die Gemeinde Bell den Jungen und Mädchen einen festen Öffnungstag zu den Zeiten des Bürgertreffs an, also freitags von 19.00 bis 22.00 Uhr sowie nach vorheriger Anmeldung im Gemeindebüro zu individuellen Zeiten. Der Schlüssel für den Jugendtreff kann dienstags oder donnerstags bei Bürgermeister Zepp im Gemeindebüro abgeholt werden. Durch den Eintrag in eine Schlüsselliste übernimmt der Abholer gleichzeitig alle Rechte und Pflichten. Auch hierdurch wird deutlich, dass der Erfolg oder Misserfolg des Projektes vom Umgang der Jugendlichen mit ihrem neuen Treffpunkt abhängig ist.
Besonders stolz zeigte Stefan Zepp sich darüber, dass dieses Projekt einen Preis, beim Jugendengagement der Landesregierung: „sich einmischen“ gewonnen hatte, den er gemeinsam mit Ben Berresheim aus Bell bei einem Empfang mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer entgegennehmen durfte.
Parallel zur Errichtung des Bauwagens wurde am Hochsteinring –ebenfalls ehrenamtlich- eine Fahrrad-Cross-Strecke errichtet. Hier soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, sich mit ihrem Fahrrad nach Herzenslust auszutoben. Hierzu sagte der Bürgermeister: „Nach einem Treffen mit den interessierten Kindern hatten Tim Mintgen und Marc Daub nach dem Wünschen der Kids eine kleine aber feine Cross-Strecke geschaffen, die ‚unter größten Anstrengungen von mir persönlich‘ und Günter Menzel mit dem Fahrrad getestet und für gut befunden wurde. Somit haben wir etwas für die 10 bis 14-Jährigen und für die 14 bis 18-Jährigen geschaffen.“
Bevor Stefan Zepp die Anwesenden zum Backes bat, wo es gegen ein Entgelt zu Gunsten des Jugendtreffs erfrischende Getränke und leckere Bratwurst gab, wandte er sich mit entschiedenen Worten an „ganz bestimmte“ Hundebesitzerinnen und –Besitzer: „Bereits als es hier am Platz des Bauwagens nur eine Wiese gab, war es bereits eine Schweinerei, diese als Hundeklo zu nutzen. Es schlägt jedoch dem Fass den Boden aus, dass dieses unverschämte Verhalten selbst dann nicht aufhörte, als an der Errichtung eines Bauzaunes bereits zu erkennen war, dass hier die Umsetzung eines Projekts geplant war. Sollte sich das Verhalten der Hundebesitzer wiederholen, drohen diesen empfindliche Ordnungsstrafen - und das ohne vorherige Ermahnung!
FRE
In dem Bauwagen ist noch viel Freiraum für eine individuelle Gestaltung durch die Jugendlichen.
Mitglieder des Verkehrs- und Heimatverein Bell überreichten Ortsbürgermeister Stefan Zepp einen symbolischen Spendenscheck über 1.000 Euro.
