Viertes „LiedStrich“-Konzert in Rheinbach
Berufsschullehrer „könnte ein Sexsymbol sein“
Rheinbach. Rund 100 Besucher im LIVE St. Martin beim „LiedStrich“-Konzert. Die 19-jährige Elena Holthausen aus Kempen verzaubert mit Ausstrahlung und Stimme.
Der 22-jährige Liedermacher Aaron Dulfer aus Bonn ist begeistert. „Hier beim LiedStrich kriegt man genügend Zeit, seine Songs zu spielen. Und die Leute hören wirklich gut zu.“ Der Kölner Daniel Scholz, in seinem anderen Leben Sonderpädagoge an einer Gesamtschule, findet „die Altersmischung im Publikum großartig“. Großartig ist auch Daniels Gitarrenspiel. Von den mitgebrachten Liedern seiner ersten EP „Stadt, Land, Fluss“ ragt „Wir könnten ja“ hervor. Dass der LiedStrich auch ein Format für gestandene Entertainer ist, beweist Chris Revon. Der Berufsschullehrer ist in Köln eine Größe, singt über den „Frühling in Rheinbach“ und vermutet, dass ihm in der Mitte des Lebens gar nicht so viel fehle, um „ein Sexsymbol zu sein“. Immer wieder übt er Mitsingstellen und die Rheinbacher folgen ihm begeistert. Er liefert die humorvollen Ohrwürmer des Abends. Die Jüngste im Quartett und stimmlich ein Riesentalent ist die 19-jährige Elena Holthausen aus Kempen. Sie hat dem Traum von einer Musical-Karriere eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau vorangestellt, textet ihre Songs auf Englisch und hat am Ende ihre Krötenspardose am prallsten gefüllt. Ihre Zugabe heißt „hypnotized“ und so fühlt sich auch das Publikum. Zur Magie des Abends trugen auch die herrliche Bühnenausleuchtung und der perfekt abgemischte Ton von Harvey Scherer, 4events, bei. Die Auszählung der „Krötentaler“ dauert diesmal übrigens so lang, dass die Moderatorin Anke Fuchs, deutschlandweit renommierte Poetry-Slammerin, zur Überbrückung eine Kostprobe ihres Könnens gibt. Am Tag zuvor durfte sie damit beim WDR-Literaturmarathon ran: „Heimat“. Literarische Farbtupfer wie dieser, die kurzen Lieblingsbuchinterviews mit den Künstlern sowie die vom Publikum während der Pause erstellten rund 30 Reizwort-Vierzeiler machen den LiedStrich zu etwas wirklich Besonderem. Das findet auch Sarah Hoffman, Leiterin des LIVE St. Martin, die die Veranstaltung privat besuchte. Sie freute sich zudem, dass der Überschuss aus dem Getränkeverkauf für das engagierte Jugendzentrum verwendet wird. „Wir heißen „Rheinbach liest““, erklärt Ailing Kleefuß-Lie aus dem LiedStrich-Team, „und deswegen gibt es demnächst ein Zeitschriften-Abo für die Kinder und Jugendlichen, die hier in den Offenen Treff kommen.“ Die beiden nächsten LiedStrich-Termine sollte man sich schon einmal vormerken: 3. September und 19. November. Infos unter rheinbach-liest.de
Pressemitteilung
Rheinbach liest e.V.
Anke Fuchs
Elena Holthausen
Chris Revon
Daniel Scholz
