Allgemeine Berichte | 11.05.2020

Aktivitäten im Seniorenzentrum Sterngarten

Besondere Zeiten - besondere Herausforderungen

Ausgangssperre, Besuchsverbot, Telefonkontakte zu Angehörigen, eingeschränkte Angebote

Gisela Toplak am Telefon mit ihrer Enkelin. Fotos: privat

Mayen. Die derzeitige Situation belastet die Bewohner des Seniorenzentrums Sterngarten in Mayen in hohem Maße, weil sie nicht von den Angehörigen besucht werden können. Zusätzlich können die 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Seniorenzentrums ihre vielfältigen Angebote nicht anbieten. Auch auf diese wertvollen Aktivitäten müssen die Bewohner verzichten. Gruppenangebote werden durch die wichtigen Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen erschwert oder unmöglich gemacht.

Die gesamte Problematik verlangt nach besonderen Lösungen. Alle Mitarbeiter des Hauses stellen sich diesen Herausforderungen, erarbeiten viele kreative Ideen.

Mit Musik geht alles leichter. Die Musik ist ein wesentlicher Baustein der Betreuung im Seniorenzentrum Sterngarten. Josef Luy ist ausgebildeter Musikgeragoge und arbeitet im Sozialdienst der Einrichtung. Seine wöchentlichen Musikveranstaltungen in den Aufenthaltsräumen der Wohnbereiche wurden kurzerhand in die Flure verlegt, die Zimmertüren geöffnet und Musik von Hand gemacht. So entstanden die wöchentlichen Flurkonzerte.im Seniorenzentrum Sterngarten.

Ein Konzert an Ostersonntag; kein Problem im Seniorenzentrum Sterngarten. Spontan hatte sich Josef Luy bereit erklärt ein Hofkonzert zu geben. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Bewohner die Osterüberraschung. Ein weiteres Hofkonzert wurde von Harald Loeb gegeben. Auch er hatte sich spontan bereit erklärt regelmäßig bei gutem Wetter für die Senioren weitere Auftritte zu geben.

Auch die zusätzlichen Betreuungskräfte entwarfen kreativ ein Hofprogramm, dem die Bewohner folgen konnten. Gemeinsam mit Connie Mintgen Henigin wurden die Hits aus den fünfziger Jahren im Rahmen einer Hitparade präsentiert. Die Bewohner in den Zimmern und die Balkongäste spendeten fleißig Applaus.

Telefonbox und Skypen - schaffen neue Kontakt-Möglichkeiten

Das Ziel ist es neue Kommunikationsmöglichkeit zwischen Bewohnern und ihren Angehörigen anzubieten. Dazu bietet man zwei Wege an. Nur durch eine ebenerdige Glasscheibe im Erdgeschoss getrennt können Bewohner und Angehörige miteinander telefonieren. Gestik und Mimik ersetzen den Körperkontakt.

Eine weitere Möglichkeit ist der Kontakt via Skype. Die Mitarbeiter des Sozialdienstes suchen zum vereinbarten Termin den Bewohner auf und verbinden sie per Tablet mit ihren Angehörigen. Mit großer Freude haben die Bewohner diesen neuen Kommunikationsweg angenommen.

Diese vielfältigen Lösungen und Angebote sind unter den besonderen Aspekten der Corona Pandemie zustande gekommen. Die Rückmeldungen der Bewohner und der Angehörigen sind sehr positiv. Über diese Bestätigung freuen sich alle Mitarbeiter der Einrichtung. Sie werden alles dafür leisten, damit das so bleibt.

Josef Luy und Simone Ebert in Aktion.

Josef Luy und Simone Ebert in Aktion.

Gisela Toplak am Telefon mit ihrer Enkelin. Fotos: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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