Verein Plus/minus 60 aktiv e. V. Kobern besucht Ausstellung in Bonn
Bestandsaufnahme Gurlitt
Kobern/Bonn. Trotz eisiger Kälte machte sich eine Gruppe von Kunst- und historisch Interessierten in die Bundeskunsthalle nach Bonn auf. Wie der Titel der gut besuchten Ausstellung verrät, handelt es sich hier in Bonn um eine Ansammlung von etwa 250 Kunstwerken des Kunsthändlers Cornelius Gurlitt (1932 bis 2014). Sein Vater, Hildebrand Gurlitt (1895 bis 1956), war während der Zeit des Nationalsozialismus damit beauftragt gewesen, Kunstwerke der sogenannten „Entarteten Kunst“ ins Ausland zu verkaufen. Durch die kompetente Führung erfuhren die Teilnehmer viele historisch-biographische Details aus dem abwechslungsreichen Leben Hildebrand Gurlitts. Auch bedeutende Kunstwerke bekannter Maler des 20. Jahrhunderts konnten in Augenschein genommen werden. Durch die Medien bekannt geworden ist die Gurlittsche Kunstsammlung in Verbindung mit ihrer Beschlagnahmung durch die bayrische Staatsanwaltschaft. Der Nachweis von NS-Raubkunst konnte nur bei einigen Werken eindeutig erbracht werden. Ausklang fand der Museumstag bei einem kurzen Besuch der Bonner City und der ein oder anderen Tasse Kaffee oder Tee mit Kuchen. Abschließend waren die Teilnehmer sich einig, Interessantes über den sogenannten ´NS-Kunsthandel‘ erfahren zu haben.
