Allgemeine Berichte | 21.06.2022

Bücherei-Projekt zur „Welt der Bienen“

Bienen streicheln leicht gemacht

Keine Angst vor Bienenstichen! Das gilt auf alle Fälle für die 17 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren, die an zwei Samstagen in der Rheinbacher Bücherei St. Martin waren. Foto: privat

Rheinbach. Keine Angst vor Bienenstichen! Das gilt auf alle Fälle für die 17 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren, die an zwei Samstagen in der Rheinbacher Bücherei St. Martin waren. „Wir sind Lesehelden – Die Welt der Bienen“ hieß das Leseförderprojekt. Dabei lasen männliche Vorlesepaten aus vielen spannenden Sach- und Kinderbüchern rund um die Bienen vor. Vor allem aber ging es um praktische Einblicke für alle Sinne.

Am ersten Samstag begann das Ganze bei den Bienenstöcken im Garten des Sankt-Joseph-Gymnasiums. Drei Imker aus Rheinbach und Umgebung - einer sogar in Original-Imkerkleidung mit Schutzanzug und Hut - zeigten den Mädchen und Jungen, wie so ein Bienenstock im Inneren aussieht. Dabei wurde auch schnell klar, dass es keinen Grund gibt, vor den nützlichen Tieren Angst zu haben. Und dass man Bienen sogar anfassen und den weichen, pelzigen Körper regelrecht streicheln kann. Nachdem die Kinder Putzer-, Wächter-, Bau- und Arbeitsbienen, Honigrührerinnen und natürlich auch die Königin kennengelernt hatten, konnten sie noch „Samenbälle“ zusammenmatschen - aus Lehm, Erde und verschiedenen bienenfreundlichen Samenarten. Nach dem Trocknen kann daraus der Grundstein für eine bienenfreundliche Wiese werden. Passend dazu bastelten die Kinder später noch ein „Bienenhotel“ - aus leeren Konservendosen, Bambusröhrchen und anderen nützlichen und schönen Bestandteilen. Damit die Tiere sich auch bei ihnen zu Hause heimisch fühlen können.

Am zweiten Samstag standen dann die „Produkte“ der Bienen im Mittelpunkt. Zum einen der Wachs, aus dem die Kinder echte 100-Prozent-Bienenwachskerzen basteln konnten. Zum anderen natürlich der leckere Honig. Dazu hatte Imker Ferdi Mersch eine echte Schleuder mitgebracht, an der die Mädchen und Jungen üben konnten, wie aus den Waben der Honig geerntet und später abgefüllt wird. Zwischendurch durften die Kinder den Honig direkt aus den Waben probieren, ebenso den „Bienen-Kaugummi“ und die Pollen. Zum Ende gab es dann noch ein echtes „Honig-Tasting“: Fünf verschiedene Rheinbacher Honigsorten standen zur Auswahl. Diese galt es zu erraten, und anschließend durfte jeder Punkte vergeben für seine Lieblingssorte. Ganz knapp setzte sich der Rheinbacher Sommerhonig vor dem Rapshonig durch, während Himbeer- und Edelkastanienhonig für viele doch einen zu speziellen Eigengeschmack hatten.

„Verschiedene Honigarten kennenlernen fand ich am spannendsten“, erzählte Tarek. Und Luca war beeindruckt davon, den Bienen „so nah zu kommen wie noch nie“. Lara fand das „aber schon auch ein bisschen gruselig“. Und Ira hat es am meisten Spaß gemacht, „das Bienenhotel mit den witzigen Kulleraugen“ zu basteln: „Das häng‘ ich gleich zu Hause an einen Baum im Garten“.„Können wir das jetzt öfter machen?“, fragten einige. Mal schauen - nach der großen Nachfrage wäre es vielleicht eine Überlegung wert… Auf jeden Fall wird es weitere spannende Aktionen in der Bücherei geben.

Das Projekt mit dem Borromäusverein, dem Dachverband der katholischen öffentlichen Büchereien, im Rahmen von „Kultur macht STARK – Bündnisse für Bildung“ wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Keine Angst vor Bienenstichen! Das gilt auf alle Fälle für die 17 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren, die an zwei Samstagen in der Rheinbacher Bücherei St. Martin waren. Foto: privat

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