Allgemeine Berichte | 10.08.2021

Golf- und Landclub Bad Neuenahr setzt ein Zeichen der Solidarität

Birdies helfen den Opfern der Flutkatastrophe

Am Samstag starten in einem Dutzend Golfclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeitgleich Turniere, deren Erlös komplett den Hochwasseropfern zugutekommt

Kreisstadt. Ein bemerkenswertes Zeichen der Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe im Ahrtal setzt der Golf- und Landclub Bad Neuenahr (GLC) mit dem wahrscheinlich größten Benefiz-Golfturnier der Welt. Unter dem Motto „Birdies helfen“ wird am Samstag, 14. August, nicht nur auf der 18-Loch-Meisterschaftsanlage oberhalb der Kreisstadt der weiße Ball für den guten Zweck geschlagen, sondern zeitgleich auch auf mindestens neun anderen Golfplätzen in der ganzen Bundesrepublik sowie der Schweiz und Österreich, „denn gemeinsam schaffen wir mehr“, erklärt der GLC-Geschäftsführer Andreas Zeitler.

Er habe 800 Golfklubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschrieben und darum gebeten, als Zeichen der Solidarität für das Ahrtal ein Benefiz-Golfturnier an diesem Samstag auszurichten, dass überall zeitgleich und 12 Uhr gestartet wird, so Zeitler. Startgelder sollen nicht erhoben werden, dafür wird von jedem Teilnehmer eine Spende ab 50 Euro aufwärts erwartet. So hofft der GLC auf ein Spendenaufkommen im hohen fünfstelligen Bereich. „Ich weiß momentan noch nicht, wie viele Klubs endgültig mitmachen werden“, so Zeitler, denn manche Clubs dürften noch spontan im Laufe dieser Woche ihre Teilnahme erklären. „Aber eine Summe zwischen 60.000 und 100.000 Euro ist nicht unrealistisch.“ Zumal bereits ein Dutzend weiterer Clubs und Sponsoren ihre Unterstützung in anderer Form zugesagt haben. So spendet etwa die Kreissparkasse Ahrweiler für jeden im Turnier gemachten Schlag zehn Cent. Fest steht für Zeitler jedenfalls schon jetzt, dass die komplette Spendensumme ausschließlich den Opfern aus dem Ahrtal zur Verfügung gestellt wird.

Mitglieder packen vom ersten Tag an kräftig mit an

Vom ersten Tag der Katastrophe an packt der Club und seine Mitglieder ohnehin kräftig an und helfen, die Katastrophe zu bewältigen. Ohne großes Brimborium geben die Golfer personelle, technische und finanzielle Hilfestellung in vielfältiger Art. Hoffnung und Freude lösten sie schon unmittelbar nach der Flut in Lohrsdorf mit einer Vielzahl an warmen Mahlzeiten aus. „Jeden Abend bringen wir bis zu 100 Portionen zu einer Anlaufstelle im Ort.

Die von den Fluten betroffenen Menschen sind froh, wenn sie etwas Warmes zu essen bekommen“, freut sich Zeitler, dass der Golfklub gezielt helfen kann. Gekocht, gebraten und zubereitet werden die Mahlzeiten von der Familie Schönherr, den Pächtern des Golfclub-Restaurants „Köhlerhof“. Für alle von der Flutkatastrophe Betroffene, die mangels Stroms selbst nicht in der Lage sind, ein warmes Essen zuzubereiten, ist dies eine willkommene Unterstützung.

Das Engagement der Golfer geht aber noch weiter: So spendete der Club spontan 10.000 Euro für eine Anlaufstelle für Flutopfer in Ahrweiler, die von einer privaten Initiative um die GLC-Mitglied Kay Andresen aus Bad Neuenahr unter anderem mit Sanitärcontainern, einer Essens- und Getränkeausgabe eingerichtet wurde.

Herrengolfer spenden Geld im Kochen Eintopf

Die Herrengolfer des GLC haben ebenfalls unmittelbar nach der Flutkatastrophe spontane Hilfe auf die Beine gestellt. Nach einem Aufruf an die Teilnehmer der Herrengruppe konnten innerhalb kürzester Zeit 25 000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden. Zudem engagiert sich eine Vielzahl an Herrengolfern – die Gruppe besteht insgesamt aus rund 130 Mitgliedern und aus freigestellten Mitarbeitern des Klubs – täglich im Ahrtal für die Flutopfer. Sie helfen, Schäden zu beseitigen, Unterkünfte bereitzustellen, Nahrungsmittel zu beschaffen, zu kochen oder zu verteilen. „Herrengolf-Vizekapitän Heiner Raaf spendiert jeden Tag 1000 Portionen Eintopf“, erklärt Zeitler, ein anderes Mitglied der Golfgruppe kocht jeden Tag rund 100 Liter Eintopf oder zaubert auf seinem Herd ein einfaches Gericht für die vom Hochwasser betroffenen Menschen. Die Speisen fährt er dann jeden Tag an bestimmte Stellen im Ahrtal, „wo er weiß, dass die Menschen Hilfe brauchen“, so Zeitler weiter. Größtenteils werden die Aktivitäten vom Herrengolfkonto bezahlt – darüber hinaus wurden viele Dinge, die einfach dringend benötigt wurden, gespendet. Und auch die rollende Verpflegungsstation „FrittenQueen“ in Heimersheim gehört zum Hilfsprojekt des Bad Neuenahrer Golfclubs.

JOST

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