Allgemeine Berichte | 31.03.2020

Verbandsgemeindeverwaltung Adenau

Bis zum A1-Lückenschluss sind es noch viele Schritte

Adenau. Bis der Lückenschluss der A1 zwischen Kelberg und Tondorf erfolgt sein wird, haben die zuständigen Straßenbehörden noch viele Verfahrensschritte abzuarbeiten. „Wenn wir selbst auch nicht Herr des Verfahrens sind“, so Bürgermeister Guido Nisius, „sehe ich meine vordringliche Aufgabe darin, in diesem langwierigen Verfahren am Ball zu bleiben!“

Nisius, der sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Pro Lückenschluss A1“ bei den Planungsbehörden kürzlich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt hatte, erhielt von dort jetzt Antwort.

So teilte die Regionalniederlassung Ville-Eifel des für den nördlichen sowie mittleren Streckenabschnitt zuständigen Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen mit, dass im Planfeststellungsverfahren für den nördlichen Streckenabschnitt Lommersdorf bis Tondorf aktuell das Deckblatt überarbeitet wird, was bis Ende 2020 abgeschlossen sein soll. Die Überarbeitung war wegen Änderungen sowohl in der technischen Planung, als auch im naturschutzfachlichen Bereich notwendig geworden. Als nächstes werden die Unterlagen sodann der Bezirksregierung Köln zur Terminierung der Offenlage vorgelegt.

Die technische Vorplanung des mittleren Streckenabschnittes Adenau bis Lommersdorf ist dem Landesbetrieb zufolge erfolgt und befindet sich in der Prüfung. Darauf basierend soll ein Ingenieurbüro im Frühjahr 2020 mit der vertiefenden Entwurfsplanung der optimierten Trasse beginnen. Die Entwurfsplanung soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Für den südlichen Streckenabschnitt Kelberg bis Adenau erklärte der hierfür zuständige Landesbetrieb Mobilität Trier, dass bei der in 2018 erfolgten Offenlage der Planungsunterlagen 54 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange einschließlich anerkannter Naturschutzverbände sowie 271 Einwände von Privaten vorgebracht wurden. Die umfangreichsten Bedenken kamen von BUND und NABU.

Die Bearbeitung der Einwendungen soll im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein und das Ergebnis dann an die zuständige Planfeststellungsbehörde in Koblenz übergeben werden. Nach der dort wiederum zu tätigenden Auswertung soll ein Erörterungstermin mit den Einwendern stattfinden. An dem von Verkehrsminister Wissing vorgegebenen Ziel, im Jahr 2021 einen Planfeststellungsbeschluss vorliegen zu haben, wird festgehalten.

Der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Pro Lückenschluss A1“ gehören die Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim und der Verbandsgemeinden Adenau, Daun, Gerolstein, Kelberg, Ulmen, Prüm und Wittlich-Land an.

Pressemitteilung

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