Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
Bittgottesdienst für den Frieden
Andernach. Im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade 2023 findet am Buß- und Bettag, dem 22. November 2023, um 19 Uhr in der Christuskirche in der Läufstraße ein Bittgottesdienst für den Frieden statt. Die Veranstaltung wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) organisiert und steht unter dem Motto „sicher nicht - oder?“
Im diesjährigen Gottesdienst möchte man sich mit den aktuellen Unsicherheiten auseinandersetzen, die man in der Gesellschaft, Politik und Kirche spürt. Hierzu gehören beispielsweise der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, das Massaker der Hamas, die Eskalation im Nahen Osten sowie kriegerische Konflikte und Auseinandersetzungen in verschiedenen Ländern weltweit, ebenso wie die Radikalisierung am rechten Rand hierzulande.
Es wird versprochen, dass verstärkter militärischer Schutz mehr Sicherheit bringt. Doch bereits im alten Rom hieß es: „Si vis pacem, para bellum! Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor!“ Aber der Einsatz von Waffen hat in der Geschichte nur Tod und Elend gebracht, niemals echten Frieden.
Doch was ist eigentlich sicher? Woran kann man sich halten? In diesem Gottesdienst wird auf das Wort des Propheten Jesaja gehört „Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer“ (Jes 32, 17).
Nachhaltige Sicherheit kann nicht allein durch Waffen erreicht werden. Der Westfälische Friede, der vor 375 Jahren am 24. Oktober 1648 nach dem Dreißigjährigen Krieg geschlossen wurde, zeigt, dass Frieden durch langwierige Verhandlungen auf diplomatischer Ebene möglich ist. Ohne Suche nach Schuld, ohne Kompromisse auf allen Seiten, ohne Gerechtigkeit, Ausgleich und die Sicherung der Freiheit für alle Menschen ist echter Frieden nicht erreichbar. All diese Aspekte werden die Mitgliedskirchen der ACK am Buß- und Bettag in ihre Gebete einschließen.BA