Liebenstein-Gesellschaft koordiniert Spendenaktion
„Blutgeld“ für iranische Todeskandidatin
Koblenz. Eine außergewöhnliche internationale Solidaritätsaktion rettete das Leben der jungen Iranerin Goli Kouhkan.
Auch dank des Engagements der Liebenstein-Gesellschaft Koblenz konnte die drohende Hinrichtung abgewendet werden.
Die heute 25-jährige Frau aus Belutschistan (Iran) war nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) im Alter von 12 Jahren zur Heirat mit ihrem Cousin gezwungen worden, mit dem sie ein Jahr später einen Sohn bekam.
Nach Jahren häuslicher Gewalt sei es zu einem tödlichen Streit gekommen, in dessen Folge Goli Kouhkan wegen „vorsätzlichen Mordes“ zu Qisas (Vergeltung in gleicher Weise) verurteilt wurde. Das iranische Gesetz sieht in solchen Fällen vor, dass die Familie des Opfers zwischen Hinrichtung, Blutgeld („Diya“) oder Vergebung wählen kann. Nach sieben Jahren Haft erklärte sich die Familie des Opfers bereit, auf die Hinrichtung zu verzichten, sofern das Blutgeld in Höhe von 100.000 Euro gezahlt wird.
Daraufhin initiierten mehrere Spender mit Unterstützung der Liebenstein-Gesellschaft Koblenz eine Solidaritätsaktion. Sie ist in diesem Bereich langjährig erfahren und daher übernahm neben dem eigenen Beitrag auch die Organisation und internationale Abwicklung. So konnte mit weiteren Spendeninitiativen die mittlerweile reduzierte Forderung beglichen und die Freilassung der jungen Frau und Mutter erreicht werden. Überzählige Spenden sollen ihr den Start in ein neues Leben ermöglichen.
Die Liebenstein-Gesellschaft dankte im Anschluss allen Unterstützern für ihren Einsatz und ihre Großzügigkeit bei der erfolgreichen Rettung von Goli Kouhkan. Der gemeinnützige Verein hatte sich bereits zuvor mehrfach bei sozialen Projekten (Ahrflut, Ukraine, „Friedenskinder“) engagiert.
Pressemitteilung der
Liebenstein-Gesellschaft
