Allgemeine Berichte | 15.05.2020, 16:58 Uhr

DRK-Blutspendetermin in der Lindenschule Bad Breisig

Blutspende mutierte zum „Maskenball“

Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise war der Andrang der Blutspender groß

Mit Abstand: Blutabnahmezone in der Halle der Lindenschule.Fotos: KMI
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Bad Breisig. „Zu Beginn der Corona-Pandemie waren die Blutspendetermine nicht so gut frequentiert. Da es unsere Aufgabe ist, die Patientenversorgung mit Blut auch in der Corona-Zeit sicherzustellen“, erklärte Franz-Josef Schneider vom DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz, „sind wir froh, dass die Spenderzahlen zur Zeit wieder relativ hoch sind. Die gewisse Angst, die zu Beginn bestand, haben wir auch durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nehmen können“. Gemeint ist damit ein ganzes Paket von Maßnahmen, die schon damit beginnen, dass die Blutspende-Aktion vom Donnerstag letzter Woche in die Halle der Bad Breisiger Lindenstraße verlegt wurde. Der Sinn bestand darin, den erforderlichen Abstand zwischen allen Beteiligten garantieren zu können. Und das durchgehend in allen Stationen, wie Eingangskontrolle, zweite Kontrolle, Blutabnahme, Ruhezone sowie Übergabe eines Lunchpakets in einer weißen Papiertragetasche. Dieses Paket ersetzt zur Zeit das sonst übliche belegte Brötchen, Würstchen und weitere Snacks. Denn ein gemütliches Schwätzchen „unter Spendern“ bei Brötchen, einer Tasse Kaffee und Süßigkeiten fiel aus Sicherheitsgründen leider aus. Die Produktion der Lunchpakete, übrigens mit Wahlweise Wurst- oder Käsebrötchen, Banane und anderen stärkenden Komponenten gefüllt, lag in der Schulküche in den bewährten Händen von Monika Bernardy und zwei Helferinnen. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen - oder in diesem Falle erst sie Spende, dann das Lunchpaket. Schon am Eingang wurde jeder, der die Halle (natürlich mit Schutzmaske) betreten wollte, „elektronisch“ auf Fieber hin kontrolliert - schmerzfrei mit einem blauen Strahl aus einer Art Laserpistole, die an das gute alte Raumschiff Enterprise erinnert. Zweifach wird das Wohlbefinden des Spenders abgefragt, und alle Stationen im Saal wurden als Einbahnstraße durchlaufen, so wie es die schon wieder am Unterricht teilnehmenden Viertklässler der Grundschule kennen. Man begegnet sich nicht, sondern alles bewegt sich in eine Richtung, mit Abstand natürlich.

Franz-Josef Schneider und Oliver Watschounek, als Vertreter des 1. DRK-Ortsvorsitzenden Bad Breisig, Karl-Heinz Bernardy, sind nach der ersten halben Stunde der Blutspendeaktion zufrieden. Es läuft gut und beide DRK-Leute betonen, dass sich die Blutspender sehr diszipliniert verhalten. Am Ende der Aktion haben knapp 90 Spender die Einbahnstraße durchlaufen. Dass die Teilnahme so gut ausfällt, liegt nach Meinung von Franz-Josef Schneider und Oliver Watschounek vielleicht gerade an „Corona“. Zur Zeit seien viele Menschen zuhause und eben ganz froh über eine Abwechslung. Der Bad Breisiger DRK Vorsitzender Karl-Heinz Bernardy konnte dieses Mal die Aktion nicht „an der Front“ unterstützen: „Aus gesundheitlichen Gründen kann ich leider nicht selbst teilnehmen“, erklärte er BLICK aktuell am Vortag der Aktion, „Ich habe aber im Vorfeld alle Formalitäten und unseren Personaleinsatz mit Herrn Schneider und der Verbandsgemeinde abgeklärt und auch an der Besichtigung der Sporthalle teilgenommen. In dieser Halle werden wir auch die zukünftigen Blutspendetermine zumindest im Jahr 2020 in Absprache mit der Verbandsgemeinde durchführen. Bei allen Spendern möchte ich mich ganz herzlich bedanken“.

Wer eigentlich auch zur Blutspende gehen wollte und dies aus irgendeinem Grunde verpasst hat, hat am 26. Mai vom 16 bis 20 Uhr in der Bausenberghalle in Niederzissen Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen.

-KMI-

Monika Bernardy (Mitte) und ihr Team: Die fleißigen maskierten Damen in der Schulküche produzierten Lunchpakete am laufenden Band.

Monika Bernardy (Mitte) und ihr Team: Die fleißigen maskierten Damen in der Schulküche produzierten Lunchpakete am laufenden Band.

Mit Abstand: Blutabnahmezone in der Halle der Lindenschule.Fotos: KMI

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