Allgemeine Berichte | 20.01.2020

Neue Ausstellung im städtischen Museum:

„Breisig und die Quellen“

Letzte Ausstellung in den Räumen des Schultheißenhauses das Museum zieht im April 2020 innerhalb der Biergasse um

Mehr als gut besucht waren die beiden Schwimmbecken des Thermal-Freibads mit Café zwischen Bahnhof und Rheinufer wegen der gleichbleibenden Wassertemperatur von 28 Grad bis weit in den Herbst hinein.Fotos: KMI

Bad Breisig. Ach, wie war es ehedem - in Breisig doch so schön. Das ist die Botschaft, die die neue Ausstellung dem Besucher im kleinen Museum in der Biergasse vermittelt. Sie zeigt, wie die verschiedenen Quellen Bad Breisig viel Leben einhauchten. 1914 wurde der Geyrsprudel von Max von Geyr und Peter Lang erbohrt. Sie speist heute noch die Römer Thermen. Im gleichen Jahr bohrte Carl Gustav Rommenhöller den Ludgerussprudel. 1925 folgte die Gertrudisquelle (Johann Martin Schuh), 1927 der Mariensprudel (Martin und Willy Schuh), 1957 die Rudolph-Halpaus-Quelle und schließlich 1959 die Michaelisquelle (beide Rudolf Halpaus). Schon mit dem Erbohren des Geyrsprudels, dem Bau eines hölzernen Bäderhauses, dem späteren Bau eines Kurhauses, der Einweihung des ersten Thermalfreischwimmbeckens Deutschlands im Jahr 1928 oder der Eröffnung des ersten Thermal-Hallen-Wellen-Bades Deutschlands im Jahr 1969 ging es in der Entwicklung des Heilquellenorts ständig bergauf. Die Besucher- und Übernachtungszahlen boomten. Die Badegäste wurden in Massen mit Bussen herangekarrt, die Gaststätten waren gut gefüllt. In den zwei Thermalbecken mit Café am Rhein gleich gegenüber dem Bad Breisiger Bahnhof war der Besucherandrang so groß, dass Gäste froh waren, wenn sie einen Liegestuhl am Beckenrand ergattern konnten. Wegen der gleichbleibend angenehmen Wassertemperatur von 28 Grad Celsius wurde das Freibad von März bis tief in den Herbst hinein gut besucht. Nebenbei blühte der Sprudel- und Kohlensäurehandel, wovon LKW-Fuhrparks und Kesselwagen vor dem Breisiger Bahnhof zeugten.

Goldene Zeiten also für die Quellenstadt am Rhein. Das Aus der Bad Breisiger Blütezeit folgte Ende der Siebzigerjahre mit der Schließung der Freibad-Herrlichkeit zwischen Bahnhof und Rheinufer. Das Schuh’sche Bad wurde geschlossen und das Gelände Mitte der 80er Jahre bebaut. Die Stadt Bad Breisig übernahm 1983 den Geyrsprudel samt Hallenbädern. Am 6.11.1985 wurde das Thermal-Wellenbad überraschend mit sofortiger Wirkung geschlossen, wofür neue Badewasserbestimmungen und die Auffindung von Keimen verantwortlich waren. Die neuen, heutigen Römer Thermen eröffnen im Jahr 1991.

Das Museum in der Biergasse 28 hat immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Hierzu gibt es eine wichtige Information. Anfang April diesen Jahres ziehen die alle drei Monate wechselnden Ausstellungen in die Biergasse 3 um. Hintergrund ist das Sparpaket, das die Stadt Bad Breisig schnüren muss. Die Miete in den Räumen des historischen Schultheißenhauses, die die Stadt übernommen hatte, fällt den Einsparungen zum Opfer. Die neuen Räumlichkeiten stellt der Heimat- und Museumsverein auf eigene Initiative.

KMI

Werbung von 1960: Heilende Wasser, Berge und Wald - Bad Niederbreisig am Rhein.

Werbung von 1960: Heilende Wasser, Berge und Wald - Bad Niederbreisig am Rhein.

Mehr als gut besucht waren die beiden Schwimmbecken des Thermal-Freibads mit Café zwischen Bahnhof und Rheinufer wegen der gleichbleibenden Wassertemperatur von 28 Grad bis weit in den Herbst hinein .Fotos: KMI

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Innovatives aus Weißenthurm
2+1 Aktion
Inno aus der VG
Reinigungskraft für Standort Andernach
kostenlose Anzeige aus 2+1 Aktion
Empfohlene Artikel
So eine Standard-Kapelle ist bei den herkömmlichen Sightseeingtouren nicht unbedingt in den Top 10 mit dabei, schon gar nicht im Westerwald.
22

So eine Standard-Kapelle ist bei den herkömmlichen Sightseeingtouren nicht unbedingt in den Top 10 mit dabei, schon gar nicht im Westerwald. Aber wie gut, dass es die Kapelle am Heilborn gibt. Hier hat sich die Natur ihren Weg gebahnt und ein solider Baum wächst schnurstracks durchs Vordach. Offenbar hat dem Baum niemand erklärt, dass man normalerweise erst baut und dann pflanzt. Egal: Das Ergebnis ist jedenfalls spektakulär.

Weiterlesen

Weitere Artikel
(v.l.) Charlotte Jürgens (linke und rechte Hand) von Annette Bartsch (DSM-Direktorin)
903

Bad Neuenahr. Ein sportlich erfolgreicher Turniertag fand seinen krönenden Abschluss bei einer besonderen Abendveranstaltung im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr. In stilvollem Ambiente kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Gäste sowie Organisatoren zusammen, um die besondere Atmosphäre des Turniers auch abseits der Tennisplätze zu genießen. Der Abend stand ganz im Zeichen regionaler Gastfreundschaft, langjähriger Verbundenheit und des gemeinsamen Blicks in eine erfolgreiche Zukunft des Turniers.

Von HTC Bad Neuenahr aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Symbolbild.
234

Tragische Unfälle in Köln: Zwei Menschen erliegen Verletzungen

Seniorin und Mann sterben nach schweren Unfällen in Köln

Köln. Die Staatsanwaltschaft und Polizei Köln haben mitgeteilt, dass die 89-jährige Fußgängerin, die am 8. Juli in Köln-Westhoven von einer Stadtbahn erfasst wurde, am Freitagmorgen, dem 24. Juli, im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Weiterlesen

Mitglieder und Freunde des VdK Ortsverbandes Mayen.Tagesausflug nach Luxemburg.
174

Mayen. Der Sozialverband VdK zählt in der Stadt Mayen mittlerweile über 1.000 Mitglieder und ist damit einer der größten Sozialverbände vor Ort. Die kompetente Beratung und Unterstützung der Mitglieder durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VdK-Geschäftsstelle sowie eine engagierte Mitgliederbetreuung durch den Vorstand gehören zu den zentralen Aufgaben des Ortsverbandes.

Von Stefan Müller aus Mayen

Weiterlesen