Fronleichnam im Haus Florian
Brot des Lebens
Cochem. Der Blumenteppich vor dem Haus Florian ist schon seit Jahren Tradition. Auch in diesem Jahr haben wieder fleißige Helfer ein schönes Motiv gelegt. Früh morgens musste als erstes der Küchentisch mit vereinten Kräften aus dem Haus und zum Altar umfunktioniert werden. Danach wurde das Motiv mit Kreide auf den Boden gemalt. Endlich konnten die ungeduldigen Helfer alles mit bunten Blumen auslegen. Diese wurden am Tag zuvor gesammelt. Alles was im eigenen Garten und auf Wiesen zu finden war, wurde geerntet. Das diesjährige Motto: „Brot des Lebens“, beschreibt den Sinn des Fronleichnamsfestes sehr schön.
Das Fest soll an das letzte Abendmahl erinnern. Jesus verspricht uns, in Brot und Wein mitten unter uns zu sein. Dies wird deutlich, indem der Pastor mit der Monstranz in einer Prozession durch die Straßen zieht. Der Begriff „Fronleichnam“ leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen „Vron“ = Herr und „lichnam“ = Leib ab. Der Leib des Herrn wird jedem Menschen gezeigt. Deshalb war für alle an diesem Morgen der Höhepunkt, als Pastor Arndt mit der Monstranz über den Blumenteppich lief. Nach dem Evangelium und den Fürbitten wurden alle gesegnet. Danach ging die Prozession in einem großen Festzug weiter. Die „Florianer“ waren stolz auf ihren Teppich und wurden von den Gläubigen gelobt. „Schade, dass der Teppich nicht immer hier liegen kann. Das sieht so schön aus!“, meinte Erich Kern.
Aber in zwei Jahren wird es wieder einen Blumenteppich vor dem Haus Florian geben. Man kann gespannt sein, welches Motiv dann zu sehen sein wird!
