Allgemeine Berichte | 05.09.2017

Seit Ende August fahren in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen Bürger für Bürger

Bürger-Mobil ging auf Jungfernfahrt

Das Bürgerbus-Team ist stol auf dieses Projekt und freute sich über einen guten Start.MHI

Höhr-Grenzhausen. Nachdem Anfang April im Rahmen einer großen Informationsrunde die Weichen für den Bürgerbus gestellt wurden, war es am Vormittag des 29. August endlich soweit. Das Bürger-Mobil von Höhr-Grenzhausen trat mit zwei Seniorinnen seine erste Fahrt an. 26 ehrenamtlich engagierte Menschen konnten seit April als Fahrer oder für die Annahme der Fahrtenwünsche am Telefon für die Umsetzung und Durchführung dieses Projektes gewonnen werden. Doch es gab im Vorfeld viel zu tun. Das Projekt wurde zwar über Presse und soziale Medien publiziert, aber es wurde auch viel Handarbeit geleistet. So wurde das Angebot im Seniorenzentrum Bethesda und im Seniorenzentrum Kannenbäckerland der AWO persönlich vorgestellt. Ehrenamtlich und im Einsatz für die gute Sache informierten Inge Schmidt und Arthur Breiden die ortsansässigen Ärzte über die Möglichkeiten und Einsatzgebiete des Bürger-Mobils.

Verbandsbürgermeister Thilo Becker begrüßte die beiden ersten Fahrgäste Katharina Pittas und Maria Altay früh um neun Uhr vor dem Rathaus der Kannenbäckerstadt und bedankte sich bei den Ehrenamtlern, die dieses Mobilitätsprojekt durch ihre Mithilfe unterstützen, sowie beim Leiter des Projektes Bürgerbusse Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Holger Jansen, der dieses Projekt begleitet hat und zur Inbetriebnahme des Busses an diesem Morgen ebenfalls zugegen war. „Ein ganz dicker Dank gilt auch Frau Bierenfeld, die sich als Mutter des Projektes mit ganz viel Engagement in die Sache reingekniet hat und es immer wieder unterstützt und nach vorne gebracht hat.“, so Becker an diesem Vormittag.

Nach dieser kurzen Begrüßung und der Überreichung eines Blumenstraußes an die beiden ersten Fahrgäste, rollte das Bürger-Mobil dann auch auf die Straßen Höhr-Grenzhausens und brachte Frau Pittas und Frau Altay zu ihrem gewünschten Fahrtziel.

Frau Bierenfeld von der Verbandsgemeindeverwaltung freute sich über die Resonanz der ersten Woche und ist sehr optimistisch, dass diese Initiative von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und genutzt werden wird. „Wir waren sehr gespannt und auch froh als das Telefon klingelte, um die ersten Fahrten anzunehmen.“, berichtet sie. „Die Fahrgäste können sich ihr Fahrtziel auswählen. Dabei ist es gleich, ob der Bürgerbus sie zum Einkaufen, zum Arztbesuch oder zum Kaffeeklatsch mit Freundinnen und Freunden fährt. Wichtig ist nur, dass das Ziel innerhalb er Verbandsgemeinde liegt.“, erklärt sie weiter.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings. Starten konnte an diesem Dienstagmorgen nicht das „echte“ weiße Bürger-Mobil mit entsprechender Ausstattung, wie zum Beispiel einer Trittstufe und Haltegriffen zum leichteren Ein- und Aussteigen, sondern ein Ersatzfahrzeug. Der große Bruder mit entsprechender Beschriftung und Equipment wird Mitte Oktober erwartet. Bis dahin leisten die Fahrer gerne die entsprechende Hilfestellung an die Fahrgäste und die Menschen sind beim Service rund um das Bürger-Mobil gut aufgehoben.

Um den Einwohnern der Verbandsgemeinde diesen mobilen Service näher zu bringen und dessen Perspektiven aufzuzeigen, präsentierte sich der mobile Bus bereits auf dem Limesfest in Hillscheid und wird auch am kommenden Wochenende auf dem City- und Brunnenfest in Höhr-Grenzhausen gezeigt. Wer bis dahin nicht warten will und vielleicht schon seine erste kostenlos „Reise“ mit dem Bus buchen möchte, kann dies montags und mittwochs in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Rathaus unter der 104-333 tun.

Begrüßung der ersten Fahrgäste Katharina Pittas und Maria Altay durch Verbandsbürgermeister Thilo Becker.

Begrüßung der ersten Fahrgäste Katharina Pittas und Maria Altay durch Verbandsbürgermeister Thilo Becker.

Das Bürgerbus-Team ist stol auf dieses Projekt und freute sich über einen guten Start.Fotos: MHI

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