Allgemeine Berichte | 16.01.2019

Gehwege im Doppelort Altendorf-Ersdorf sind zu schmal, Fahrzeuge zu schnell

Bürger fordern bauliche Veränderungen

Eltern beklagen unsicheren Schulweg

Bürgermeister Bert Spilles (Mitte) und viele weitere Vertreter der Politik tauschen sich mit der Bürgerinitiative um Josef Kessel (r.) aus.CEW

Altendorf-Ersdorf. Etwa 40 Menschen trafen sich auf dem Kirchplateau Mitte Januar auf Einladung der Bürgerinitiative BI-L471. Neben Bürgermeister Bert Spilles waren der technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt, der Fraktionsvorsitzende Joachim Kühlwetter, die Ortsvorsteher Ralf Decker und Ferdinand Koll und viele Ratsmitglieder und Parteivertreter der Einladung zur Ortsbegehung gefolgt.

Schon in den letzten Wochen waren Stauumfahrer und widerrechtlich passierende Lkw’s immer wieder Thema in Altendorf-Ersdorf, in den Stadtausschüssen und dem Rat. Die Bürger des Doppelortes fordern effektive Kontrollen der durchfahrenden Lkw’s und bauliche Änderungen an der Hauptverkehrsachse. Vor Ort konnten sich die Vertreter der Politik ein Bild von den schmalen Gehwegen machen. Eine dieser Passagen ist für viele Kinder der einzig mögliche Schulweg, zu dem es außer einem matschigen, unbeleuchteten Wirtschaftsweg keine Alternative gibt. Zudem fehle an der Kirche die Möglichkeit, die Straße barrierefrei und sicher zu überqueren, monierte man. Auch an anderen Stellen zeigten eine Rollstuhlfahrerin und ihr Begleiter am lebenden Beispiel, wie oft sie mit ihrem Gefährt auf die Straße ausweichen muss, wenn sie ein Mal durch den Ort fährt.

Die Bewohner hatten Verständnis dafür, dass man jahrhundertelang entwickelte Dorfstrukturen und Bauten nicht einfach abreißen und neu bauen kann, damit der Gehweg davor breit genug wird. Trotzdem wünschte man sich an vielen Stellen Lösungen. Vor allem das Tempo auf der Landstraße ist den meisten mit 50 Stundenkilometern zu hoch, weil die Fahrzeuge an den Engstellen der Gehwege sehr dicht an dort laufenden Menschen vorbeifahren.

Bürgermeister Bert Spilles zeigte Verständnis für die Probleme, erläuterte aber auch die Grenzen der städtischen Handlungsmöglichkeiten. „Die Straße gehört uns nicht“, erklärte er. Als Landstraße unterstehe der Verkehrsweg Straßen.NRW. Auch die Hoffnung auf eine vollständige Umsetzung des Verkehrskonzeptes von 2004 wurde unter anderem aus diesem Grunde gedämpft. Außerdem sei ein Konzept nicht mit einer Planung zu verwechseln, erklärte der Beigeordnete Witt. Trotzdem waren die Politiker gekommen, „um die Argumente zu hören und neue Ansätze zu finden“, so der Fraktionsvorsitzende Joachim Kühlwetter.

„Wenigstens weitere Überwege für Fußgänger“, wünschte sich eine Bürgerin. Zu diesem Thema hatte man in der Ratssitzung zum Ende des letzten Jahres bereits beraten. Die Ortsvorsteher Koll und Decker setzen sich für wenigstens zwei Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an beiden Ortseingängen ein, die gleichzeitig das Überqueren der Straße dort erleichtern sollen.

Mit einem Rollstuhl muss man an vielen Stellen auf die Straße in den fließenden Verkehr ausweichen.

Mit einem Rollstuhl muss man an vielen Stellen auf die Straße in den fließenden Verkehr ausweichen.

Bürgermeister Bert Spilles (Mitte) und viele weitere Vertreter der Politik tauschen sich mit der Bürgerinitiative um Josef Kessel (r.) aus.Fotos: CEW

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