Sozialraumanalyse in Bad Neuenahr Beul
Bürger und Bürgerinnen können Wünsche und Bedarfe äußern
Bad Neuenahr. Seit Mitte Dezember 2021 bietet der AWO Bezirksverband Rheinland e.V. in der Nähe des Kurparks Bad Neuenahr eine wichtige Anlaufstelle für viele vom Hochwasser betroffene Menschen. Anfangs wurde in einem Container beraten, doch seit Juli 2023 befindet sich die „AWO Ansprechbar“ in neuen Räumlichkeiten in der Beethovenstraße. Dort werden unter anderem Anträge zur finanziellen Unterstützung der Hochwasserbetroffenen gestellt, Beratungen durchgeführt und Informationsveranstaltungen organisiert. Zudem gibt es Entlastungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger, etwa in Form eines umfangreichen Ausflugsprogramms, das ein wenig Abwechslung in den Alltag bringt, der noch immer von zahlreichen Baustellen geprägt ist.
Die Spuren der Flutkatastrophe sind nach wie vor sichtbar, und auch der Stadtteil Beul wird sich im Zuge des Wiederaufbaus verändern. Vor diesem Hintergrund hat die AWO Ansprechbar die Stadtberatung Dr. Fries GmbH beauftragt, eine Sozialraumanalyse durchzuführen. Ziel dieser Analyse ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten, die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger sowie potenzielle Chancen für den Stadtteil Beul zu ermitteln. In einem ersten Schritt wird eine Bürgerbefragung durchgeführt, die wichtige Informationen über die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sammeln soll.
Ab dem 4. Oktober 2024 können sich die Bürgerinnen und Bürger von Beul, dem Gebiet südlich der Ahr zwischen dem Dahlienweg im Westen und Am Johannisberg im Osten, an der anonymen Haushaltsbefragung beteiligen. Die Teilnahme erfolgt entweder digital über eine Survio-Umfrage, die per QR-Code zugänglich ist, oder analog über gedruckte Fragebögen, die an verschiedenen Orten in Beul ausliegen: Ansprechbar, Beethovenstraße 2; Bäckerei Brandt, Mittelstraße 29; Wintertreff Nelkenweg, Mittelstraße 46; Stadtbibliothek, Willibrordusstraße 49; HTC Bad Neuenahr, Landgrafenstraße 1; Seniorenresidenz Augustinum, Am Schwanenteich 1.
Die ausgefüllten Fragebögen können bis zum 31. Oktober 2024 in Sammelboxen abgegeben werden.
Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen, die örtliche Infrastruktur bedarfsgerecht zu entwickeln und die Dienstleistungs- und Freizeitangebote im Stadtteil auszubauen. Außerdem wird es der AWO Ansprechbar in Kooperation mit lokalen Akteuren ermöglichen, ihr Angebot noch gezielter auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abzustimmen.BA
