Allgemeine Berichte | 01.07.2026, 16:07 Uhr

Friedensfahrt Verdun

Bürgerfahrt Rheinbach nach Verdun stärkt Friedenspartnerschaft

Nationalfriedhof und Beinhaus von Douaumont.
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Rheinbach. Die Freundschaft zwischen Rheinbach und seiner französischen Partnergemeinde Douaumont-Vaux wurde durch die jährliche Bürgerfahrt weiter gestärkt.

Ende Juni machten sich 40 Bürger aus Rheinbach und der näheren Umgebung per Bus auf nach Verdun.

Mit den Besuchen auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges bei Verdun wird deutlich, wie wichtig ein stetes Einstehen für Frieden, Völkerverständigung und ein geeintes Europa ist.

Stefan Raetz, Vorsitzender des Vereins: „Vor Ort in Douaumont und Vaux wird der Irrsinn von Krieg und Zerstörung erlebbar, denn beide Orte wurden im 1. Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht und durften wegen der mit Blindgängern, Kampfstoffen, Kadavern und Leichen verseuchten Erde nicht wieder aufgebaut werden.“

Auf der Hinfahrt wurde in Gravelotte bei Metz das Museum zum Deutsch-Französischen Krieg von 1870-1871 besichtigt. In Douaumont-Vaux begrüßten Bürgermeister Armand Falque und der Direktor des Beinhauses Olivier Gerard die Gruppe. Im Beinhaus von Douaumont, mit den Gebeinen von 130.000 Soldaten, erhielt der Reiseleiter und Rheinbacher Militärhistoriker Peter Baus, der seit 1982 jährlich nach Verdun fährt, eine besondere Ehrung. Er wurde mit der Friedensmedaille von Verdun geehrt. Der Gang über den Nationalfriedhof mit den 16.000 weißen Kreuzen wurde für ein stilles Gebet genutzt.

Ein weiterer Höhepunkt des ersten Tages war die Besichtigung vom Fort Douaumont mit der Statue „Les Adieux“ vom Rheinbacher Pater Ludwig und einer Kranzniederlegung am dortigen deutschen Soldatenfriedhof. Nach einem Stadtrundgang in Verdun folgte am zweiten Tag die Fahrt zum Festungswerk „Ouvrage de la Falouse“, das sehr anschaulich Einblicke in das Alltagsleben der damals dort stationierten Truppen gibt. Am Nachmittag wurden die französische Kriegsgräberstätte „Fabourg Pavé“ und die deutsche Kriegsgräberstätte „Consenvoye“, die gerade Unesco-Welterbe geworden ist, besucht.

Am Abend folgte mit dem Besuch des Spektakels „Des Flammes à La Lumière“ ein besonderes Erlebnis. In einem Steinbruch bei Verdun wird mit hunderten von Akteuren die Schlacht von Verdun dargestellt. Die Aufführung endet mit dem Aufruf sich stets für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Am dritten Tag wurde mit VR-Brillen in kleinen Fahrzeugen die Zitadelle von Verdun besichtigt. Auf der Rückfahrt stand noch die Besichtigung des Forts Hackenberg an der Maginot-Linie an. In einer fast dreistündigen Tour wurde mit der Grubenbahn tief in den Berg eingefahren. Stefan Raetz: „Die Bürgerfahrt des Vereins Partnerschaft des Friedens hat wieder viele neue Friedensbotschafter geschaffen.“

Mitte 2027 wird es die nächste Bürgerfahrt geben. Der Verein hat sich das Ziel gesetzt alle Rheinbacher Schüler einmal in der Schulzeit nach Verdun zu bringen. So fahren im Juli und November je 45 Schüler für 2 Tage nach Verdun.

Vor dem Beinhaus in Douaumont

Vor dem Beinhaus in Douaumont Foto: Stefan Raetz

Verdun an der Maas

Verdun an der Maas Foto: Stefan Raetz

Nationalfriedhof und Beinhaus von Douaumont. Foto: Stefan Raetz

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