Queckenberger „Horndesitzung“ auf der Suche nach dem Superstar
Bürgermeister-Dreigestirn kam nicht in den „Recall“
Queckenberg. Das war mal wieder eine „Horndesitzung“ nach dem Geschmack der Queckenberger Narren.
In der bis auf den letzten Platz ausverkauften Madbachhalle, dem „Gürzenich“ der Queckenberger KG, ging am letzten Samstag die Post ab. Das Motto der 16. Horndesitzung war „Queckenberg sucht den Superstar“.
Selbst der Einmarsch vom Vorstand, Tanzgruppen und dem Queckenberger Dreigestirn Prinzessin Kathi I., Bäuerin Lena I. und Jungfrau Janina I. war schon ein Programmpunkt für sich.
Wie in den letzten Jahren moderierten Tilly Finocchiaro (besser bekannt unter dem Namen Wirtz) als Petra Lombardi (laut Programm nicht die hellste Kerze auf der Torte) und Frank Oberg als Dieter Bohlen professionell das karnevalistische Programm.
„Da bei der Horndesitzung immer sehr gute Talente auftreten, möchte der Sender „Radio-Television Loch“ die Möglichkeit nutzen, weitere Queckenberger Kandidaten zu casten“, gab die Moderatorin auf der Bühne bekannt.
Nach dem Tanz der „ Sunshine-Kids“ und dem Gardetanz der „Sunshines“ waren die Junggesellen des JGV Queckenberg gefordert. Sie hatten ein Gebot des Damendreigestirns einzulösen und mussten eine Tanzdarbietung unter dem Motto „Zirkus“ auf der Bühne aufführen, was sehr zu Erheiterung des Publikums beitrug.
Auch das Gefolge des Dreigestirns kam an ihrer Gebotseinlösung nicht vorbei und musste im Laufe des Programms einen Präsentiertanz mit Gesangeinlage hinter sich bringen.
Seit einigen Jahren ist das Männerballett unter dem Namen „Madbach-Elfen“ ein fester Bestandteil der Queckenberger Sitzung. Sie überzeugten mit ihrem grazilen Tanz, wobei die Hebefiguren das Publikum in ihren Bann zogen.
Dritter Glasorden verliehen
Der Tollitätenempfang auf der Bühne bot einen bunten Rahmen für das, was jetzt kommen sollte. Das Bürgermeister-Dreigestirn Stefan Raetz mit seinen Vertretern Claus Wehage und Kalle Kerstholt zog auf die Bühne und das nicht mit leeren Händen. Es galt, den dritten und letzten Bürgermeister-Glasorden für dieses Jahr zu verleihen.
Raetz machte es in seiner Ankündigung spannend und überraschte dann die Moderatorin und langjährige aktive Karnevalistin Tilly Finocchiaro, die es zuerst nicht glauben konnte.
Die Verlesung der dazugehörigen Urkunde lag in den Händen von Kalle Kerstholt, wobei Claus Wehage den Glasorden verlieh.
Dieser Glasorden wurde in den letzten zehn Jahren jährlich dreimal an verdiente Karnevalisten, die sich um das Brauchtum verdient gemacht haben, verliehen. Die beiden weiteren Glasorden von diesem Jahr gingen nach Wormersdorf an Heinz Born von der KG Wormersdorf und an Alfred Eich, Vorsitzender des Festausschusses Rheinbacher Karneval.
Queckenberg hat nun drei Glasordensträger. In den vergangenen Jahren sind Cilly Wirtz als Unterstützerin der KG und Sabine Fahl für ihren jahrelangen Einsatz an der Karnevalsfront geehrt worden.
„Die Glasorden werden nicht aus dem Stadtsäckel bezahlt, sondern werden von den Bürgermeistern gestiftet“, erklärte Stefan Raetz bei der Verleihung.
Bürgermeistergesang war eine Tortur
Aber dann wurde es ernst für die drei Bürgermeister. Sie wurden aufgefordert, am Recall bei „Queckenberg sucht den Superstar“ teilzunehmen und sollten von der Höhnern „Kölle, du bis e Jeföhl“ singen.
Was aber aus Qualitätsgründen nicht zum Recall führte. „Da muss ich mir erst das Blut aus den Ohren waschen“ beurteilte der Moderator diesen Gesangsvortrag. Die Vorsitzende der KG Queckenberg, Sabine Fahl, hatte noch eine besondere Ehrung vorzunehmen und bat Dieter Dorn auf die Bühne.
Er wurde für seinen jahrelangen Einsatz beim Wagenbau und als Mann für alle Fälle zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit in der KG Rot-Weiß Queckenberg ernannt. Zudem war er in der Session 1982/83 mit seiner Frau Erika das Prinzenpaar. Außer der Urkunde überreichte die Vorsitzende auch eine Flasche selbst gemachten Likör.
Zusätzlich zu den eigenen Kräften, begeisterten die Jungen Trompeter und die Henkelmännchen aus Köln das närrische Publikum mit ihrem musikalischen Programm.
Den Abschluss machte die „Gulaschkapell“ aus Erpel am Rhein, die noch mal dafür sorgte, die Narren auf die Stühle zu bringen
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Komplett überrascht gab sich die Glasordensträgerin Tilly Finocchiaro auf der Bühne. Das Bürgermeister Dreigestirn gratulierte als Erste.Fotos: EICH
