Allgemeine Berichte | 18.01.2023

Manga-Zeichentreffen für Jugendliche in Linz

Bunte Comics in der „bunten Stadt am Rhein“

In der Kinder- und Jugendbücherei Linz wird ein Mal pro Monat voller Elan an Manga- und Comic-Zeichnungen gewerkelt.  Foto: privat

Linz. Der Weg der Manga-ka ist ein steiniger? Da könnte etwas Wahres dran sein, wenn sie Stift und Papier über das Kopfsteinpflaster der Linzer Fußgängerzone zum Treffen in der Kinder- und Jugendbücherei Linz tragen. Nahe des Buttermarktes geht es zwischen dem alten Sparkassenbrunnen und dem Zahnzentrum durch eine metallene Tür die Treppe hinauf in den ersten Stock zur Bibliothek. Links eröffnet sich ein Paradies für Leseratten, während rechts die Tische stehen, wo bequem gezeichnet werden kann. Seit letztem September wird dort ein Mal pro Monat voller Elan an Manga- und Comic-Zeichnungen gewerkelt.

Betreut wird das Treffen von Illustratorin und Comiczeichnerin Lisa Rau, die bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat. „Es kann anfangs etwas einschüchternd sein, einen eigenen Manga- oder Comic zeichnen zu wollen. Aber wie man schon an vielen Beispielen gesehen hat, reichen selbst Strichmännchen, um eine Geschichte zu erzählen. Und sogar in einem einzelnen Bild kann eine ganze Geschichte stecken“, stellt sie fest.

Rund um den Tisch sitzen Jugendliche in unterschiedlichem Alter. Auf der einen Seite tüfteln zwei Jungs an einer Comicgeschichte über einen Detektiv mit seinem treuen Partner, einem sprechenden Hund. An einer anderen Ecke des Tisches sitzt ein Mädchen und koloriert ein Mangaportrait mit wasservermalbaren Markern. Mal ist die Atmosphäre still und konzentriert, mal wird es etwas lauter und lebhaft.

„2001 habe ich selbst mit dem Mangazeichnen angefangen, noch zu meiner Schulzeit. Die Comics aus Japan haben mich total fasziniert“, berichtet Lisa. „Die Zeichnungen können unglaublich leicht und filigran, aber auch total dynamisch und kraftvoll wirken. Der Manga schafft es, jeglichen Ausdruck auf die Spitze zu treiben, das wollte ich selbst lernen. Von Anfang an war mir der Kontakt und Austausch zu anderen Zeichner*innen immer sehr wichtig. Man kann dabei so viel lernen, sich über Zeichenmaterial und Techniken austauschen, gegenseitig konstruktive Kritik geben oder sich anspornen und motivieren. Als ich vor Kurzem nach Linz gezogen bin, wollte ich den Jugendlichen hier in der Umgebung, die an Manga und Comic interessiert sind, einen Anlaufpunkt bieten.“

Das Treffen ist kein Malkurs und daher kostenlos. Alle Anwesenden können das zeichnen, worauf sie gerade Lust haben. Hier kann man andere Leute mit dem gleichen Hobby kennenlernen und neue Freundschaften schließen. „Natürlich können die Teilnehmer*innen hier beim Treffen mich nach Tipps fragen und ich helfe gerne weiter, wenn es zum Beispiel mit der Anatomie oder Perspektive hakt und man nicht mehr weiter weiß. Ansonsten kann man mir auch über die Schulter gucken, wie ich an meinem aktuellen Webcomic zeichne.“

Inspiration findet man außerdem gleich nebenan in den Räumen der Bibliothek. Neben Bilderbüchern und Jugendromanen gibt es dort auch eine Auswahl von vorzüglichen Comics und Manga zum Ausleihen. In den gemütlichen Leseecken kann man vorab in die Werke hineinschmökern. „Ob Anfänger oder Profi – alle sind willkommen!“, bekräftigt Lisa Rau. „Und am besten eigenes Zeichenzeug nicht vergessen! Notfalls kann man sich hier aber auch was von mir oder den anderen leihen.“

Das Treffen findet in der Regel immer am ersten Sonntag des Monats von 11 bis 13 Uhr statt.

In der Kinder- und Jugendbücherei Linz wird ein Mal pro Monat voller Elan an Manga- und Comic-Zeichnungen gewerkelt. Foto: privat

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