Straßenkarneval in Rheinbreitbach
Bunter Festreigen zum Sessionsfinale
Rheinbreitbach. Mit einem bunten Festreigen ist der Straßenkarneval in Rheinbreitbach zu Ende gegangen. Den knapp 20 Gruppen mit rund 600 Zugteilnehmern winkten Hunderte begeisterter Jecken zu, begleitet von lauten „Kamelle“- und „Alaaf“-Rufen. Besonderes Augenmerk zog Rheinbreitbachs Bürgerverein auf sich, dessen Mitglieder verkleidet als Tortenstücke durch die Gassen zogen. Der Verein feiert in diesem Jahr 250-jähriges Bestehen, weshalb ihm auch der aktuelle Sessionsorden der Karnevalsgesellschaft gewidmet ist.
Daneben bevölkerten Dinosaurier, Außerirdische, Unterseetaucher oder Eiskristalle die Straßen. Der Junggsellenverein widmete seine Kostümierung dem Kneipensterben im Ort, das Kinderprinzenpaar (Leon I. und Antonia II.) warfen Strüßje von ihrem Wagen. Bei der anschließenden After Zoch Party in der Hans-Dahmen-Halle wurden Karoline Laufenberg für ihr jahrzehntelanges Engagement als Prinzenführerin sowie Martin Wensing für 50 Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft in der Karnevalsggesellschaft geehrt. Den beiden Kindergärten im Ort überreichte der Jubilar jeweils einen Scheck in Höhe von 555,55 Euro aus dem Erlös des durch KG-Mitglieder wie ihn organisierten Glühweinverkaufs an Heiligabend.
Bereits am Donnerstag (Weiberfasnacht) waren Rheinbreitbachs Jecken durch die Straßen gezogen; zu allererst die Weckmöhnen, die sich ab 5 Uhr morgens mit Getrommel und Geläut bemerkbar gemacht hatten. Gegen 9 Uhr stießen dann KG-Angehörige sowie das Kinderprinzenpaar nebst Pagen und Gefolge hinzu, um der Rosen-Apotheke, Rheinbreitbachs Lebensmittelladen (Cedik), der Firma Mepa sowie den beiden Kitas ihre Aufwartung zu machen. Dort führten die Kinder und Jugendlichen der Burggarde ihre Sessionstänze auf, ehe die gesamte jecke Kinderschaar gemeinsam die Schule stürmte und sämtliche Lehrerinnen in Ketten legte.
Als Nächstes ging es in Richtung Oberer Burg, in der sich Ortsürgermeister Roland Thelen bereits hinter einer Mauer aus Berlinern verschanzte. Allerdings half ihm das nichts: Die Mauer wurde von der Kinderschar umgehend aufgefuttert und der Bürgermeister ordnungsgemäß verhaftet. Die große RPR1-Radioparty, die am Nachmittag startete, sowie der Konzertband-Abend Jeck op Live am Karnevalssamstag, fanden dann wieder im Saal statt.
Prinz Leon I. und seine Familie
