Rengsdorfer Martinsumzug hilft armen Kindern in der Ukraine
Burschen besorgen Brennholz und Brezeln
Maimädchen sammeln Pakete für die Aktion „Freude für Kinder in Not“
Rengsdorf. Aufgeregt tänzelte das Pferd des „Sankt Martin“ schnaubend der großen Schar Laternen tragender Kinder mit ihren Eltern voran. Der Spielmannszug Rot-Weiß Fernthal sorgte für die passende musikalische Begleitung. Ein großer Tross zog durch die Straßen von Rengsdorf, nachdem in der evangelischen Kirche eine Andacht stattgefunden hatte. Der Burschenverein, die evangelische Kirchengemeinde mit den Kindergartenkindern, die Freiwillige Feuerwehr und die Ortsgemeinde Rengsdorf hatten wieder alle Kinder und natürlich auch alle Mütter und Väter zum Martinsumzug eingeladen.
Auch die Maimädchen von Rengsdorf beteiligten sich mit einem eigenen Stand an der Martinsfeier. Sie informierten über die Weihnachtsaktion „Freude für Kinder in Not“, bei der Päckchen für arme Kinder in der Ukraine gesammelt werden. Verantwortlich ist der Verein „Hilfe in der Not“. In die Pakete werden Spielsachen, Schulsachen oder Süßigkeiten gelegt.
Die Maimädchen sammeln die Pakete in Rengsdorf und bringen sie zur nächstgelegenen Sammelstelle in Siegburg. Der Gruppe gehören 18 Maimädchen an. Voriges Jahr kamen bei der Sammlung in Rengsdorf 140 Pakete zusammen, insgesamt wurden von dem Verein „Hilfe in der Not“ 7.000 Päckchen gesammelt und in der Ukraine übergeben.
Jens Büttner ist Vorsitzender des Rengsdorfer Burschenvereins, der 20 Mitglieder hat und sich um die Martinsbrezeln für die Kinder und das Martinsfeuer kümmert. Er erklärt: „Wir bestellen jedes Jahr 300 Brezeln bei der örtlichen Bäckerei Pautsch. Im vorigen Jahr kamen wir mit dieser Menge gerade so hin.“ Diesmal war die Teilnehmerzahl von Kindern beim Martinsumzug vielleicht nicht ganz so groß, weil das Wetter nicht so mitspielte. Die Burschen treffen sich einige Tage vor dem Martinsumzug und sammeln bei Unternehmen im Ort Holz für das Feuer ein. Freitagsnachmittags wird das Holz dann auf einer Wiese unterhalb des Friedhofs aufgetürmt.
Schon zur Tradition geworden ist beim Treffen am Martinsfeuer der Glühweinstand der ehemaligen Volleyballerinnen des Turnvereins Rengsdorf. Sie sagen: „Wir wollten der Gemeinde etwas Gutes tun.
Wenn es nichts zu trinken gibt, dann löst sich nach dem Umzug alles so schnell auf. Um die Gemeinschaft zu stärken, haben wir uns entschlossen, einen Stand zu machen.
Das tun wir jetzt schon seit ungefähr 15 Jahren. Jedes Jahr werden zwischen 18 und 24 Liter Glühwein getrunken.“ Volleyball spielen die ehemaligen Sportlerinnen heute nicht mehr, sie sind zum Kartenspiel gewechselt.
Übrigens: Den Sankt Martin auf dem Pferd gab in diesem Jahr die junge Benigna Ostensacken vom Reiterverein Kurtscheid.
