Allgemeine Berichte | 10.10.2016

Ausstellung im Roentgen Museum noch bis 6. November

Carmen Sylva: „Eine Königin aus Neuwied“

Landrat Rainer Kaul, Isabelle Fürstin zu Wied und Bernd Willscheid, Leiter des Roentgen-Museums, bei der Ausstellungseröffnung.FF

Neuwied. Anlässlich der 100. Wiederkehr des Todestags von Prinzessin Elisabeth zu Wied findet ihr zu Ehren noch bis zum 6. November eine Ausstellung im Roentgen-Museum Neuwied statt. Besser bekannt ist die Tochter von Fürst Hermann und Fürstin Marie zu Wied unter dem Namen Carmen Sylva. Geboren wurde sie 1843. Aufgewachsen ist sie in den Schlössern Neuwied und Monrepos. 72-jährig starb sie als Königin Elisabeth von Rumänien mitten im ersten Weltkrieg, am 2. März 1916 in Bukarest. Berühmtheit erlangte sie nicht nur als Königin von Rumänien, sondern als Autorin von Gedichten, Novellen, Märchen, Romane und Aphorismen. Die Erträge aus den Verkäufen spendete sie für soziale Zwecke. Ihr soziales und kulturelles Engagement war außerordentlich groß. Sie setzte sich für ein besseres Bildungswesen, insbesondere für Mädchen, ein. Weiter engagierte sich die Königin mit dem großen Herzen für Blinde. Sie gründete die Blindenkolonie „Vatra Luminoasa“ (Leuchtender Herd). In Neuwied wurde die Basis für ihr späteres Wirken gelegt.

Das Umfeld war kulturell interessiert und politisch liberal. Schon in jungen Jahren machte Carmen Sylva Bekanntschaft mit Schriftstellern, Freiheitskämpfern und verschiedenen Künstlern. Über den preußischen Thronfolger Prinz Friedrich Wilhelm lernte sie den Fürsten und späteren König von Rumänien, Carol I., kennen. 1869 heirateten die beiden. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Leihgaben, vom Haus zu Wied, von privaten Sammlern und dem Stadtmuseum Bonn. Darunter Gemälde, Fotografien und Bücher. Aber auch ganz persönliche Gegenstände der Königin von Rumänien. Zum Teil werden die Gegenstände erstmalig ausgestellt. Sie geben einen Einblick in das Leben und Wirken von Carmen Sylva.

Diesen Namen hatte sie sich übrigens als Schriftstellerin und Dichterin selbst gegeben.

Interessantes Begleitprogramm

Zwei Vorträge zum Thema finden am 23. Oktober (11.30 Uhr) statt. Am 27. Oktober (18.30 Uhr) präsentiert die Freie Bühne Neuwied eine Lesung unter der Überschrift „Carmen Sylva von Zeitzeugen gesehen“. Am Sonntag 16. Oktober und am 6. November finden jeweils um 14.30 Uhr Führungen durch die Ausstellung statt. Ansonsten ist die Ausstellung geöffnet von: Dienstag bis Freitag von 11 – 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 14– 17Ausstellung im Roentgen Museum noch bis 6. November.

FF

Nicht nur der Adel sondern auch Neuwieder Kinder gehörten in den ersten Tagen zu den Besuchern. Hier die Schüler der Carmen-Sylva Schule (Niederbieber), die selbst gebastelte Objekte zur Ausstellung beisteuern

Nicht nur der Adel sondern auch Neuwieder Kinder gehörten in den ersten Tagen zu den Besuchern. Hier die Schüler der Carmen-Sylva Schule (Niederbieber), die selbst gebastelte Objekte zur Ausstellung beisteuern

Landrat Rainer Kaul, Isabelle Fürstin zu Wied und Bernd Willscheid, Leiter des Roentgen-Museums, bei der Ausstellungseröffnung.Fotos: FF

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