Katholische KiTa St. Peter eröffnet den Kindern neue Spielwelten
Chaos pur oder Raum für Entwicklung
Sinzig. Feste Gruppenräume öffnen und Funktionsräume anbieten, das war der Beginn des umfangreichen Konzeptionswandels in der KiTa St. Peter, in Trägerschaft der kath. KiTa gGmbH Koblenz. Mit Inkrafttreten des Guten Kitagesetzes im Juli 2021 veränderte sich der Alltag der Einrichtungen und somit auch die Herausforderungen und Anforderungen an die Kinder und päd. Fachkräfte der Kita.
Waren es früher ca. drei Jahre, in denen die Kinder vor ihrer Einschulung viele vorbereitende Lebenskompetenzen erwerben konnten, so sind es heute bis zu fünf Jahre. Aber nicht nur die Verweildauer hat sich gesteigert, auch der tägliche Verbleib bedeutet für die Kinder einen Lebensschwerpunkt in der Einrichtung. Erfahrungen, die Kinder früher beim Spiel mit Freunden am Nachmittag machen konnten, sind jetzt oft nur noch innerhalb des Tages in der Kita möglich. Dieser Herausforderung wollte die Kita St. Peter, nach der Auseinandersetzung mit dem Bedürfnis der Kinder nach eigenständigen Erfahrungsmöglichkeiten, und der im Kitagesetz geforderten Partizipation von Kindern, mit der Verwirklichung des Konzeptes der offenen Arbeit Rechnung tragen. Fortbildungseinheiten mit der Fachberaterin der Caritas, sowie Konzeptionstage mit viel Input haben Eindrücke vermittelt und Vorstellungen geweckt.
Nach der anfänglichen Frage: „Chaos pur oder Raum für kindliche Entwicklung?“, die Fachkräfte und Eltern gleichermaßen umtrieb, zeigten die Kinder ganz schnell und kompetent wie sich im offenen Konzept auch Strukturen etablieren können. Die Kinder lieben die Möglichkeit, selbstbestimmt und selbstwirksam ihren Alltag zu gestalten. Damit die Beziehung zwischen den Kindern und päd. Fachkräften vertrauensvoll und tragfähig bleibt, gibt es feste Punkte im Tagesablauf, wie ein gemeinsamer Morgenkreis in einer Stammgruppe und der KiTa-Info-Wand am Eingang, die verlässlich anzeigt, wo die einzelnen päd. Fachkräfte das Spiel der Kinder begleiten. Die Beobachtungen zeigen, mit wie viel Engagement und Ausdauer Spielangebote wahrgenommen und motiviert genutzt werden. Diese Ausdauer benötigen jetzt auch die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr auf dem kürzesten Weg abholen können, sondern oft längere Wege durch die Einrichtung zurücklegen müssen, um das eigene Kind zu entdecken. Und nicht allzu selten ist das Spiel des Kindes dann noch so intensiv und interessant, dass es sich gar nicht lösen möchte. Diese Spielerfahrungen sorgen für ein angemessenes Lernfeld der Kinder, die dabei ihre Konfliktfähigkeit, ihr Selbstbewusstsein und ihre soziale und emotionale Stabilität fördern und festigen. Die Herausforderungen des Alltags werden eigenständig in Begleitung von Erwachsenen gemeistert und es ist für manche Kinder eine ganz neue Erfahrung selbst klar zu kommen. Diesen fundamentalen Erfahrungsschatz möchte die KiTa St. Peter den Kindern ermöglichen, damit sie für das Leben lernen.
Mit dieser mentalen Stärke können Kinder den Erwartungen der Schule gelassen begegnen und die Hürden ihres weiteren Lebens motiviert in Angriff nehmen.
Damit sich die Eltern ein Bild vom neuen pädagogischen Konzept und den Funktionsräumen machen können, bietet die Einrichtung am Montag, 26. September in der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr die Möglichkeit an in Ruhe den Lebensraum KiTa ihrer Kinder in Augenschein zu nehmen und in einen Austausch über die ersten Eindrücke zu kommen.
Pressemitteilung
Kath. KiTa gGmbH Koblenz
