Jubiläum Kirchenchor St.Katharinen/Vettelschoß
Chorfreundschaft gefeiert
Seit 25 Jahren pflegen die Sänger engen Kontakt zum Kirchenchor Geisa
St. Katharinen. 25 Jahre Chorfreundschaft feierten jüngst die Kirchenchöre aus Geisa, Thüringen, und St. Katharina und St. Michael aus Vettelschoß/St. Katharinen. Mit Unterstützung der Projektsänger des Chors „Klangreise“ der evangelischen Gemeinde gestalteten rund 70 Sänger die Festmesse in der Pfarrkirche St. Katharinen. Es wurden die „Messe brève No. 7 in C“, von Charles Gounod sowie Carl Orffs „O Fortuna“ aus Carmina Burana aufgeführt. Anschließend wurde das Jubiläum im Bürgerhaus gebührend gefeiert.
Doch wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Freundschaft? In der damaligen DDR gab es in Geisa eine Familie namens Kircher. Diese Familie war der DDR-Regierung nicht genehm und wurde ausgebürgert. Sie fand eine neue Heimat in Steinshardt, einem Ortsteil von St. Katharinen. Anfang der 90er-Jahre erbaute die Familie auf ihrem Grundstück eine Mariengrotte, die nach der Wiedervereinigung durch die damaligen Pfarrer Reichmann (Geisa) und Glowatzki (St. Katharinen/Vettelschoß) eingeweiht wurde. Im Zuge dieser Einweihung hatte Glowatzki die Idee, dass die jährliche Chorfahrt des Kirchenchors im Zeichen der Wiedervereinigung in die neuen Bundesländer nach Geisa führen könnte. So fuhr 1993 eine kleine Abordnung des Kirchenchors zur „Erkundung“ nach Thüringen. Im gleichen Jahr wurde ein Treffen der beiden Chöre in Geisa organisiert. Der überaus herzliche Empfang, der den Sängern aus St. Katharinen/Vettelschoß entgegengebracht wurde, führte dazu, dass die Chemie untereinander sofort stimmte. Es folgten in regelmäßigen Abständen wechselseitige Gegenbesuche.
Für die Chormitglieder aus St. Katharinen/Vettelschoß war einer der Höhepunkte dieser Besuche die Mitgestaltung der Eucharistiefeier an der Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte „Point Alpha“ vor den Toren Geisas an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, aus Anlass des Tags der deutschen Einheit.
