Allgemeine Berichte | 08.05.2019

Schäfchen-Zählen auf der Moselstraße

Coburger Füchse sorgen für Ordnung in der Natur

Herde zieht jetzt in den Hunsrück

Schäfer Steffen Carmin zog am Wochenbeginn von der Eifel kommend bei Treis-Karden über die Mosel in Richtung Hunsrück.Foto: MT

Treis-Karden. Größere Schafherden sind heutzutage in der Region eher eine Seltenheit geworden: Jetzt konnte man allerdings in Treis-Karden Wanderschäfer Steffen Carmin in voller Aktion erleben, als er seine rund 250 Coburger Fuchsschafe über die B 416 in Karden über die Brücke in Richtung Treis trieb. Der Hintergrund: Zusammen mit dem Landkreis Cochem-Zell wird der junge Mann und seine Herde die Landschaft vor Verbuschung befreien und dafür sorgen, dass Wiesen und Hanglagen durch diese Biotoppflege offenbleiben. „Das ist ein einmaliges Projekt, das in Kooperation mit den Naturschutzverbänden und der Verwaltung nach einem genauen Plan erfolgt“, erklärte kürzlich Landrat Manfred Schnur auf der Jahreshauptversammlung der Kreisjagdgruppe Cochem-Zell. Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse, die durch ihren markanten rötlich gefärbten Kopf und den sogenannten Aalstrich quer über den Rücken charakterisiert ist. „Die Schafe sind genügsam und geländegängig“, so der Schäfer.

Die Schafherde wird neben den Eifelhöhen auch im Moseltal sowie im Hunsrück eingesetzt, wobei die Herde nachts in einem gesicherten Pferch verbringt. Schäfer Steffen Carmin erklärt dazu, dass seine Herde immer erst gegen Mittag weiterzieht. „Das hat nichts mit Faulheit meinerseits zu tun, sondern dient dem Schutz der Tiere vor Parasiten. Bestimmte Schneckenarten, die im taufeuchten Gras kriechen und dann von meinen Schafen mitgefressen würden, sind nämlich Hauptüberträger von gefährlichem Wurmbefall“, erklärt der Wanderschäfer, während er seinen Hütehunden knappe Kommandos gibt und seine Herde in Marschformation sicher über die Moselbrücke führt.

MT

Schäfer Steffen Carmin zog am Wochenbeginn von der Eifel kommend bei Treis-Karden über die Mosel in Richtung Hunsrück.Foto: MT

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