Allgemeine Berichte | 14.03.2018

Brieftaubenverein Fritzdorf zieht Interessenten an

Das Fest zum 60-jährigen Jubiläum wurde ein voller Erfolg

Mehr als 100 Besucher gratulierten und informierten sich über Brieftauben

Der Vorsitzende des Vereins, Siggi Wolff, und Karl-Josef Wachendorf,freuten sich über einen Pokal anlässlich ihres Jubiläums und beantworteten viele Fragen von neugierigen Laien.

Wachtberg-Fritzdorf. Einen erfreulichen Erfolg verzeichnete der Fritzdorfer Brieftaubenverein „Auf zur Windmühle 1958“ am zweiten Märzwochenende im Jugendheim. Gut vorbereitet war man mit Tauben verschie

dener Farben, deren Namen und Besonderheiten die Mitglieder des Vereins gerne für die Laien erläuterten. Weil man einen

Taubenschlag schlecht zur Ansicht mal eben in einem Jugendheim installieren kann, lief während der Veranstaltung von 11 bis 17 Uhr auf einem großen Bildschirm ein Informationsfilm. So bekamen auch diejenigen, die noch nie mit diesem interessanten Hobby in Berührung

gekommen waren, einen Eindruck von dem, was in einem Taubenschlag Alltag ist und worauf die Halter und Züchter achten müssen.

Dass Verantwortung für die Tiere großgeschrieben wird, erkannten die Besucher bei den Ausführungen der Halter schnell. So werden die ersten Flüge der Jungtauben genau auf ihr voraussichtliches Flugvermögen angepasst, ehe sie im Schwarm mit den erfahreneren Tauben auf

den Weg geschickt werden. „Man fängt mit kleinen Strecken an und steigert sich dann“, berichtete Josef Wachendorf aus Fritzdorf, der selbst mit seinen Tauben von Mai bis September an den Wochenenden unterwegs ist. Schließlich sind die Tiere so weit trainiert, dass sie von Frankreich aus rund 600 Kilometer zurück in den heimischen Taubenschlag fliegen.

Die gelbflaumigen Küken sind nach dem Schlüpfen kleiner als ihre Verwandten, die Hühnerküken. Bis die kleinen Tauben flügge werden, dauert es rund 24 Tage, in der sie auf die Wärme, Pflege und Fütterung durch ihre Eltern angewiesen sind. Teile des flaumigen gelben Gefieders waren im Jugendheim noch bei zwei sehr jungen Tauben am Kopf zu erkennen. Außerdem hatten die Besitzer Tiere in verschiedenen Varianten mitgebracht. Dabei waren rot-weiße Meulemänner, gelb-weiße Sion, graue und blaue Tauben sowie eine reinweiße Hochzeitstaube und eine Kreuzung mit einzelnen weißen Federn, die man Schecke nennt.

Gutschein für ein Jungtier

Zur Feier des Tages versteigerte der Verein den Gutschein eines bekannten Züchters aus dem Rheinland, gegen den der stolze Sieger der Auktion ein Jungtier aus dessen Zucht erhält. Die Preise für die Tiere liegen im Normallfall bei durchschnittlich 50 Euro für eine Brieftaube. Allerdings gibt es auch fliegende Boten mit besonderen Zuchteigenschaften, für die bei entsprechenden Börsen in Dortmund oder Kassel mehrere Hundert Euro geboten werden. Im Extremfall können die Zahlen dort auch mal im vier- bis fünfstelligen Bereich liegen.

Schon bei dieser Jubiläumsfeier waren so viele Neugierige und Interessierte gekommen, dass man noch Tische und Stühle hatte zustellen müssen, um allen rund 100 Gästen einen Platz anbieten zu können. Eine weitere Gelegenheit zur eingehenden Information bieten die Fritzdorfer in Zusammenarbeit mit dem Brieftaubenverband am 15. April, dem Tag der Brieftaube, bei einem Tag der offenen Tür.

Das Fest zum 60-jährigen Jubiläum wurde ein voller Erfolg

Foto: Petra Reuter

Anhand der jährlich wechselnden Farbe des Ringes erkennendie Sachkundigen gleich das Alter der Taube.

Anhand der jährlich wechselnden Farbe des Ringes erkennen die Sachkundigen gleich das Alter der Taube. Foto: Petra Reuter

Der Vorsitzende des Vereins, Siggi Wolff, und Karl-Josef Wachendorf, freuten sich über einen Pokal anlässlich ihres Jubiläums und beantworteten viele Fragen von neugierigen Laien. Foto: Petra Reuter

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
vermisste Brille
Empfohlene Artikel
Die Ehlinger Straße in Heimersheim.  Foto: ROB
226

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mobile Geschwindigkeitskontrollen. Die Messungen sollen im Stadtteil Heimersheim in der Ehlinger Straße sowie im Stadtteil Ramersbach in der Mayener Straße stattfinden.

Weiterlesen

Die Kinder hatten jede Menge Spaß beim Mitmachprogramm.  Fotos:WAMFO.de
64

Andernach. Wenn es darum geht, Kindern klassische Musik auf unterhaltsame und lebendige Weise näherzubringen, gehört Marko Simsa zu den ganz Großen seines Fachs. Der 1965 geborene Wiener, Vater von zwei erwachsenen Söhnen, widmet sich seit mittlerweile 40 Jahren mit großer Leidenschaft der musikalischen Bildung junger Menschen. In dieser Zeit hat er 54 unterschiedliche Konzertprojekte in den verschiedensten Besetzungen entwickelt und auf die Bühne gebracht.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
5870

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
432

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1353

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen