Stahlhofen ist 700 Jahre alt geworden
Das Jubiläum wurde kräftig gefeiert
Besonders der Markt- und Erlebnistag am Sonntag lockte trotz des durchwachsenen Wetters viele Besucher an
Stahlhofen. Zum runden Geburtstag hatte sich das ganze Dorf in eine Markt- und Flaniermeile verwandelt, überall lauerten Attraktionen. Zwischen Kirche und Lindensaal hatten sich vor allem die Kunsthandwerker versammelt – die liebevollen Dekorationen und Handarbeiten begeisterten ebenso wie der angebotene Schmuck oder ein Stand, der sich offensichtlich eng mit der Heimat „Westerwald“ verbunden fühlt. Gab es im Inneren des Kindergartens für die Kleinen Kinderschminken und Theatervorführungen, so boten vor dem Gebäude hauptsächlich größere Kinder für kleines Geld Spielsachen an, denen sie „entwachsen“ waren. Bei dem weiteren Spaziergang durch den Ort fiel auf, dass viele Anwohner ihre Scheunen und Garagen für die Geburtstagsfeier hergerichtet hatten: Es gab neben einem Whisky-Tasting und einem Bierbrauer leckeren selbst gepressten Apfelsaft, eine Ausstellung alter DDR-Fahrzeuge, ein Malstudio, ein Korbflechter und einen bunten Flohmarkt mit allerlei Trödel und Nippes. Wem der Weg zu lang war, konnte es auch es mit einer Kutschfahrt auf dem Planwagen gemütlicher haben. Zum Dorfjubiläum hatte auch die ansässige Klavierbauerin Helen Staudt ihre Werkstatt geöffnet, sie freute sich über das rege Interesse und erklärte geduldig wieder und wieder ihr Arbeiten. Gleich daneben bekannten sich sechs Sänger zu ihrer Heimatverbundenheit mit Stahlhofen – eigens zum 700. Geburtstag hatte Klemens Haberstock ein Lied „Heimat“ für „Stahlwe“ getextet. Das musikalische Angebot wurde mit einem kulinarischen – Erbbelskribbelcher und Apfelmus – hier bestens abgerundet. Überhaupt lockten viele Leckerbissen: Spießbraten, Nierengulasch und Wildbratwurst waren ebenso wie Kaffee und Kuchen. Besonders das frische Brot aus dem Backes und der Jubiläumslikör kamen gut an.
Geschicklichkeit war bei den Aktionen der Ortsvereine gefragt: Torwandschießen der Alten Herren, Löschübungen der Feuerwehr, Erste-Hilfe-Vorführungen des Roten Kreuzes und vieles mehr wurden gerne angenommen.
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