MIT fordert Regierung jetzt auf zu handeln
„Das Maß ist voll!“
Kreis Ahrweiler. Mit den jüngsten und nicht endenden Maßnahmen der Koalition in Berlin und der dadurch fortwährenden Verunsicherung der heimischen Unternehmen muss jetzt Schluss sein. Die MIT sieht sich als Sprachrohr des Mittelstands- und der kleinen Unternehmen im Kreis Ahrweiler. Vorsitzender Elmar Lersch beklagt die fehlende Verlässlichkeit in der Berliner Politik. Auch die Unternehmen im Kreis Ahrweiler sind von der Überregulierung, der Verteuerung der Energiekosten trotz sinkender Preise am Strom- und Gasmarkt betroffen. Alle reden vom Bürokratieabbau. „Tatsächlich wird immer noch eines draufgesetzt. Wir haben in Deutschland schon ein Lieferkettengesetz. Warum muss das über Europa nach verschärft werden. Das ist mit einer Vereinheitlichung nicht zu begründen“, erklärt Lersch. Die derzeitige Inflation sinkt nur langsam. Der Leitzins bleibt hoch. Die Steuereinnahmen des Bundes sind so hoch wie nie. Das ist für den Staat schön, treibt aber die Unternehmen aus dem Land, die einen Wechsel vollziehen können, und das sind mehr, als der Bevölkerung bewusst ist. „Wir müssen wieder in die Situation kommen, dass Unternehmen in Deutschland verbleiben und hier investieren und gestalten wollen und nicht in andere Staaten abwandern. Denn eines ist auch klar: Mit der Abwanderung geht auch Steuerkraft verloren“, ist sich Detlef Odenkirchen, stellvertretender Vorsitzender des MIT Kreisverband Ahrweiler sicher. In der Vorstandssitzung in Remagen war man sich einig: „Ideologien sind in der Wirtschaft ein schlechter Ratgeber. Den Unternehmen müssen Gestaltungsspielräume bleiben. Ohne diese können sie ihre Stärke, ihre Kreativität, nicht ausspielen, gerade im Mittelstand, wirft Harald Monschau, selbst Unternehmer im Ahrtal ein. „Zurzeit haben wir noch kein Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem. Aber mit der zunehmenden Abwanderung von Unternehmen infolge der – zum Teil gewollt - hohen Energiekosten und dem fehlenden Stopp immer neuer Bürokratie, von tatsächlichem Abbau kann keine Rede sein, werden wir absehbar auch ein Einnahmeproblem bekommen“, fügt Werner Jung, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, hinzu. Die Denkweise der Berliner Regierung muss sich ändern. Es wird sich rächen, wenn man weiterhin versucht, die gesellschaftlichen Probleme immer mehr Geld zuschütten zu wollen, was wir trotz höchster Steuereinnahmen nicht haben. Ein wesentlicher Teil der Steuereinnahmen muss zur Investition genutzt werden und nicht zum Konsum. Es gibt immer einen Grund, eine Ausgabe zu tätigen und sei es nur, um eine gesellschaftliche Gruppe zu erfreuen. Es muss uns aber um das gesellschaftliche Ganze gehen. Dafür müssen Prioritäten gesetzt werden. „Bisweilen scheint man im Wirtschaftsministerium vergeblich wirtschaftlichen Sachverstand zu suchen“, quilt es als Essenz aus den Teilnehmern der Vorstandssitzung heraus.
Pressemitteilung
MIT Kreisverband Ahrweiler
