Cochemer Burgfest zog erneut die Massen an
Das Mittelalter kehrte für zwei Tage zurück auf die Reichsburg
Kämpfe, Kunst und Kurzweil für alle
Cochem. Internationales Publikum bildete am vergangenen Wochenende den Hauptteil der Besucher, die beim traditionellen Burgfest auf der Reichsburg Cochem das Mittelalter wieder auferstehen ließen. Niederländer, Engländer, Franzosen, Belgier, Chinesen, Japaner und sogar Gäste aus den Vereinigten Arabischen Emiraten genossen sichtlich die einmalige Atmosphäre hoch über der Mosel.
Zwei Tage bildeten Ritter, Knechte, Gaukler, Handwerker, Marketenderinnen, Künstler, Akrobaten und Spielleute das Klientel, das die Herzen der Besucher höherschlagen ließ. Das Mittelalter mit all seinen Gerüchen, Speisen, Getränken, Liedern, Spielen und geschäftigem Treiben war auf das Wahrzeichen von Cochem zurückgekehrt. Hunderte schauten dem munteren Treiben zu, denn wo sieht man Seifensieder, Drechsler, Schmiede, Bogenbauer, Jongleure, kämpfende Ritter, Falkner und Künstler so hautnah bei ihrem Tun.
Für die Kinder gab es ein reichhaltiges Animationsangebot zum Mitmachen. Die Marktstände ließen keine Wünsche offen, um ein Souvenir aus früherer Zeit mit aus dem Urlaub zu bringen. Die Gruppe „Fictum“ ließ die Säbel und Rüstungen rasseln und kämpfte im Innenhof, dass es manchem Gast bei den Schaukämpfen angst und bange wurde. „Spectaculatius“ sang derweil auf dem Burgvorgelände lustige Weisen, von Laute, Schalmey, Davul, Flöten und Dudelsack begleitet. Feuerjonglage, Artistik und Treffsicherheit präsentierten andere Gruppen, die alle in historischem Gewand zwischen den Besuchern flanierten oder direkt vor den historischen Mauern postiert waren.
Barden sangen Liebeslieder
Derbe Späße und Sprüche hatten weitere Akteure im Gepäck, drei Barden sangen Liebeslieder direkt vor dem Eingang zur Reichsburg. Deftig „Speyzz und Tranck“ boten diverse Stände auf dem Burghof im Innenbereich und wem das nicht reichte, der konnte sich an Handarbeiten, Schmuck, gewebten Stoffen, Tüchern, Lederwaren, Gewürzen oder Seifen erfreuen, die es rund um das Burggebäude zu kaufen gab.
„Wir waren schon zwei Mal hier und freuen uns jedes Jahr auf das Burgfest“, erzählte Hein van Dyk aus den Niederlanden, der mit Frau und Kind auch dieses Jahr wieder an die Mosel gekommen war. Den einmaligen Ausblick auf die Stadt und die Mosellandschaft genossen bei wechselhaftem Sommerwetter wahre Menschenmassen, denn bis abends konnte man das Mittelalter in Cochem erleben und sicher werden auch im nächsten Jahr wieder Hunderte das Burgfest aus der Reichsburg als fest eingeplantes Urlaubsziel ansteuern. TT
Musikgruppen erfreuten mit zum Teil historischen Instrumenten und Texten die Gäste des Burgfestes hoch über dem Moseltal.
Die Schaukampftruppe „Fictum“ gehört seit Jahren mit ihrem Schlachtgetümmel zum festen Programmpunkt des Burgfestes.
Auch kleine Ritter kamen beim Burgfest hoch zu Ross auf ihre Kosten.
Handwerker und Künstler bewiesen an vielen Ständen ihr Können.
