Allgemeine Berichte | 23.01.2024, 11:12 Uhr

Vortrag am Holocaust-Gedenktag im Siegburger Stadtmuseum

Das Schicksal Siegburger Jüdinnen und Juden

Siegburg. Vor 79 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Seit 1996 gedenkt Deutschland jedes Jahr am 27. Januar offiziell der Opfer des Nationalsozialismus. Auschwitz steht wie kein anderes Konzentrationslager für den millionenfachen Mord des NS-Regimes vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Deshalb wurde der Tag der Befreiung 1996 erstmals als nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Im Jahr 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution den 27. Januar offiziell zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.

„Es ist wichtig, sich der Menschen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden“, sagt Landrat Sebastian Schuster. „Der Tag des Gedenkens erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: an Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Zwangsarbeiter, Homosexuelle, politische Gefangene, Kranke und Behinderte und andere, also an all diejenigen, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte.“

Im Stadtmuseum Siegburg findet anlässlich des Gedenktages eine Veranstaltung der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg in Kooperation mit der Stadt Siegburg statt. Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt wird gemeinsam mit Saskia Klemp einen Vortrag mit dem Titel „Von Siegburg nach Auschwitz. Siegburger Jüdinnen und Juden als Opfer der Shoah“ halten. Dabei wird zunächst kurz die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und der Deportationszüge aus dem Rheinland dorthin skizziert.

Anschließend werden die Lebenswege einiger jüdischer Bürgerinnen und Bürger nachgezeichnet, die ihre Heimat Siegburg nicht verlassen konnten oder wollten und schließlich deportiert und in Auschwitz ermordet wurden. Mit dem Vortrag soll ein Stück Erinnerung an die Geschichte und die Opfer der NS-Diktatur lebendig gehalten werden.

Anschließend führt Jan Gerull für das Historische Archiv der Stadt Siegburg durch die Ausstellung „Siegburg in der NS-Zeit“ im Stadtmuseum Siegburg.

Die etwa eineinhalbstündige Veranstaltung im Stadtmuseum Siegburg am Samstag, 27. Januar beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. BA

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