Linz ließ das Sommerfestival wieder aufleben
Das Sommerfestival war ein voller Erfolg
Zwei tolle Bands machten den Linzer Buttermarkt zur Open-Air-Bühne
Linz. In Linz am Rhein startete am 8. Juli nach einer mehrjährigen Pause wieder das bei den Besuchern und vielen Linzern beliebte Sommerfestival. Aufgrund von Beschwerden von den Anwohnern am früheren Standort auf dem Marktplatz musste das von vielen Besuchern geliebte Event zunächst ausgesetzt werden, wurde aber in diesem Jahr erfreulicherweise reanimiert. Dass dem Linzer Bürgermeister Dr. Hans Georg Faust diese Entwicklung der vergangenen Jahre nicht gefallen hatte, machte er gegenüber „Blick aktuell“ deutlich: „Das Sommer-Festival hat schon zwei Mal stattgefunden, war aber danach nicht mehr zu organisieren, weil die Reaktionen nicht so waren, wie gedacht.“
Dass die Rheinanwohner meist einen Ausweg finden, zeigt das neue Programm. Dr. Faust: „Wir sind wir nun einfach auf den Buttermarkt umgezogen und der ist auch intimer. Man ist als Künstler näher an den Zuschauern dran. Wir haben auch viele Sponsoren, die vom Konzert nicht unbedingt profitieren, aber den Weitblick haben. Denn alles, was für Linz gut ist, bringt uns Gäste. Das macht uns bekannt und die Gäste werden wiederkommen und einkaufen.“ Er dankte daher allen, die dazu beigetragen haben. Und die Gaststätten am Buttermarkt und der Bratwurst-Stand konnten sich über ein gutes Geschäft freuen.
Gelungener Start in die Sommerfestivals
Beim Festival 2016 auf dem Buttermarkt eröffnete er das erste der drei Konzerte im laufenden Sommerfestival: „Ich freue mich, dass so viele Besucher da sind. Wir haben in diesem Sommer hier drei Veranstaltungen und ich gehe heute von gutem Wetter aus.“ Anschließend begrüßte er die Musiker und sagte die beiden Bands „Wohnraum“ aus Linz und Umgebung mit klassischen unplugged Musik sowie die Westerhagen-Coverband „Ganz & Gar“ aus Brühl an: „Jetzt kann es losgehen!“
Nach dieser Begrüßung durch den Bürgermeister begann das Konzert auf dem jetzt schon gut gefüllten Buttermarkt Den Anfang des 1. Sommerfestival 2016 machte die heimische Band „Wohnraum“, die statt Verstärker- und Lautsprecher-Türme auf ihre instrumentale, lockere Hausmusik setzte. Fünf junge Männer - Thorsten Adams (Percussion), Julian Kremer (Drums), Andy Schuth (Bass ). Gennadi Winnekes (Gesang; Gitarre) und Markus Zimmermann (Gitarre) - sorgten für das instrumentelle Musikbett für die kräftige und vielseitige Stimme der Sängerin Kerstin Stümper, brillierten aber auch mit ihrem Können an den Instrumenten. Aufgrund der Größe des Buttermarkts mussten die Instrumente nur dezent verstärkt wurden, Eine bunte Auswahl bei den Songs zeigte auch das Können der Band und gefiel – wie der Applaus der immer größer werdenden Zuhörer-Zahl zeigte – auch den Zuhörern aller Altersgruppen. Offenbar hatte auch Petrus Gefallen an der Band, denn die dunklen Regenwolken zogen, dem Bürgermeister-Wunsch entsprechend, haarscharf an der Stadt vorbei.
Akrobatische Sprünge des Sängers: Fast besser als das Original
Im Anschluss an die Performance von „Wohnraum“ eroberten die Musiker der Cover-Band „Ganz & Gar“ aus dem rheinischen Brühl die Bühne und präsentierten Lieder von Marius Müller-Westernhagen inklusive der Körpersprache des berühmten Vorbilds. Die Band besteht aus Theo Wandel (Drums), Andera Köp (Keyboard), Werner Mikosch (Saxophon), Heiner Philippe und Dirk Kramer (beide Gitarre), Volker Fritsch (Bass), Tobias Hemmersbach (Crew) und dem Sänger Nico Pohl, der nicht nur die Stimme, sondern auch die die Gestik und Körperhaltung des berühmten Vorbilds perfekt kopierte und sie sogar noch steigerte. Zeitweise „tobte“ er weit von der Bühne entfernt beim Publikum. Dass diese Show anstrengend war, zeigte die Tatsache, dass der quirlige Sänger mehrfach das völlig durchgeschwitzte Outfit wechseln musste. Mit zunehmender Uhrzeit nahm auch die Zahl der Zuhörer, die in dem Freiraum direkt vor der Bühne tanzten, gewaltig zu.
Zwei weitere Sommerfestival-Konzerte
Auf die nächsten Konzerte können sich die Zuhörer ebenfalls freuen: Am Freitag, 5. August, um 19 Uhr startet der Abend mit der Linzer Band „Uhles Underground“, die zwei Stunden lang bekannte Coverhits präsentiert Im Anschluss folgt das Highlight des Festivals: Die Veranstalter zeigen den bekannten Filmklassiker „Die Rocky Horror Picture Show“ Open-Air.
Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr wird am Freitag, 2. September, ebenfalls ab 19 Uhr, von „Jill Fisher“ eingeläutet. Da erklingen für eine halbe Stunde Countryklänge auf dem Buttermarkt. Um halb acht übernimmt dann die Bühne die Formation „Plenty40“. Die Soul- und Funk-Coverband reist mit einer 10 Mann starken Besetzung an.
