Allgemeine Berichte | 23.03.2018

Rita Gail aus dem Pöntertal kämpfte erfolgreich für ihren schwerstkranken Pflegejungen Justin

Das Unmögliche möglich gemacht!

Rita Gail und ihr Pflegesohn Justin im September 2017.FRE

Kreis Mayen-Koblenz. Rita Gail, Inhaberin der im Pöntertal angesiedelten „Bandits Hundepension“ genießt nicht nur als Verhaltenstherapeutin und Ausbilderin für Hunde einen hervorragenden Ruf, sondern engagiert sich auch in ihrem „Hauptberuf“ als examinierte Krankenschwester mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung an einer Neuwieder Förderschule. Hier lernte sie auch ihr „Pflegekind“, den heute 14-jährigen Justin aus Miesenheim kennen, der seit nunmehr zehn Jahren an einem inoperablen Hirntumor mit Metastasen im Spinalkanal leidet. Hinzu kam eine Epilepsie mit nicht vorhersehbaren und unkontrollierbaren Anfällen. Nach jahrelanger Chemotherapie und unzähligen starken sowie sedierenden Medikamenten ist Justins Körper so sehr geschwächt, dass er auf einen Rollstuhl angewiesen ist und mitunter über eine PEG-Sonde ernährt werden muss.

Für Rita Gail ist Justin, den sie von Anfang an als Pflegesohn ins Herz geschlossen hat, ein „medizinisches Wunder“. „Anders kann ich mir nicht erklären, wie so ein kleiner Körper diese täglichen Strapazen und vor allem die zahlreichen Medikamente, die er täglich einnehmen muss, verkraften kann“, so Rita Gail, die sich in ihrer knapp bemessenen Freizeit nach wie vor intensiv um Justin kümmert und damit Justins Familie enorm entlastet. So war ihr sehr schnell klar, dass für den Jungen aus Miesenheim das Badezimmer in der ersten Etage behindertengerecht umgebaut werden müsste, damit seine Eltern ihm dort bei der täglichen Pflege behilflich sein können. Da Justin aufgrund seiner epileptischen Anfälle, die ohne Vorwarnung auftreten, ebenso dringend einen Treppenlift benötigte, begann für Rita Gail ein schier aussichtsloser Kampf mit der zuständigen Krankenkasse, um wenigstens einen Zuschuss für die dringend notwendigen Anschaffungen zu erhalten.

Wie so häufig lassen die in der Theorie erlassenen Gesetze es jedoch nicht zu, dass die Kasse beide Aufwendungen bezuschusst. Das heißt im Klartext: Entweder ein behindertengerechtes Badezimmer oder ein Treppenlift. Es dürfte wohl jedem einleuchten, dass Justin keinen Treppenlift benötigt, wenn das Bad nicht behindertengerecht ausgestattet ist, beziehungsweise ihm ein behindertengerechtes Bad nichts nützt, wenn er keinen Treppenlift hat.

Da Rita Gail jedoch äußerst pragmatisch veranlagt ist, startete sie kurzerhand am 18. September 2017 unter anderem auch über „Blick aktuell“ einen Spendenaufruf, um das für die Krankenkasse „Unmögliche“ möglich zu machen.

Aufgrund der unglaublichen Hilfsbereitschaft zahlreicher Menschen konnten die Arbeiten für ein behindertengerechtes Badezimmer schon bald in Angriff genommen werden, sodass Rita Gail am 18. Dezember 2017 stolz verkünden konnte: „Das Unmögliche wurde möglich - das Badezimmer für Justin ist fertiggestellt!“

Im Namen von Justin und seinen Eltern würdigte Rita Gail die „Blick aktuell“-Leser für die großartige Unterstützung. „Sie alle haben mitgeholfen, meinem lieben Justin ein Stück Lebensqualität zurück zu geben!“

Inzwischen hat auch die Krankenkasse reagiert und den dringend notwendigen Treppenlift finanziert. Weitere, notwendige Umbauarbeiten konnten dank der Unterstützung weiterer Hilfsorganisationen ebenfalls realisiert werden.

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Für Justin bedeutet das neue behindertengerechte Bad ein Stück Lebensqualität.

Für Justin bedeutet das neue behindertengerechte Bad ein Stück Lebensqualität. Foto: Sonja

Rita Gail und ihr Pflegesohn Justin im September 2017.Fotos: FRE Foto: Sonja

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