Bürgerstiftung Unkel verzeichnete den 30.000. Gast
Das Willy-Brandt-Forum hat sich als Besuchermagnet etabliert
Unkel. Klar, sie würde kommen, aber wann? Museumsbetreuer Hanns Bölefahr war auf jeden Fall gewappnet. Mit seiner Kamera hielt er die Ankunft der 30.000. Besucherin des Willy-Brandt-Forums, Greta Strunk, im Bild fest. Die Osnabrückerin besuchte Unkel bereits zum dritten Mal. Im PAX-Heim fühlt sie sich wohl, die Lage am Rhein und die Freundlichkeit der Menschen gefallen ihr so sehr, dass sie ihren Besuch zu Weihnachten 2017 bereits reserviert hat. In diesem Jahr nutzte sie ihren Aufenthalt zum Besuch des Willy-Brandt-Forums. „Willy Brandt war mich ein großer Politiker, der Deutschland in der Welt gut vertreten hat“, sagte sie, sichtlich erfreut darüber, als 30.000. Gast des Willy-Brandt-Forums begrüßt zu werden.
Insgesamt haben fast 5000 Besucherinnen und Besucher im Jahr 2016 das Willy-Brandt-Museum besichtigt. Das sei, so Geschäftsführer Rudolf Rupperath, der drittstärkste Jahresbesuch in der Einrichtung. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass es gelungen sei, die Attraktivität des Museums konstant hochzuhalten. Das sei für ein Haus mit einer ständigen Ausstellung alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Mit Wechselausstellungen und einem interessanten Veranstaltungsprogramm werde das WBF auch im Jahr 2017 für Abwechslung sorgen.
Mittlerweile habe sich das WBF als Besuchermagnet etabliert, sagte WBF-Vorsitzender Christoph Charlier. Eine Erhebung des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz, an der sich das WBF als eine von 140 Einrichtungen landesweit beteilige, zeige, dass jährlich etwa vier Millionen Tagesgäste Rheinland-Pfalz besuchten. Ein wichtiger Anziehungspunkt für Tagesausflügler seien Burgen, Denkmäler und Kirchen. Aber gut jeder zehnte Gast - 455.000 im Jahr 2015 - besichtige ein Museum oder eine Ausstellung.
Starke Konkurrenz
Bedacht werden müsse, dass das Willy-Brandt-Museum in Konkurrenz zu populären Angeboten wie Freilichtmuseen und Besucherbergwerken stehe und Eintritt erheben müsse, da es sich selbst finanziere. Dafür sei die Besucherfrequenz des Unkeler Museums sehr beachtlich. Gerade in Rheinland-Pfalz sei der Tagestourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die 30.000. Besucherin aus Osnabrück sei eine von vielen, die die überörtliche Anziehungskraft des WBF unter Beweis stellten.
