Hochrangige Vertreter des International Rescue Committee besuchen Jobcenter Mayen-Koblenz
Delegation informierte sich über die Arbeit zur Integration von Flüchtlingen
Kreis Mayen-Koblenz. 2.723 Menschen mit Fluchthintergrund betreut das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz aktuell. Grund genug sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, wie diese Menschen für ein Leben in Deutschland fit gemacht und nachhaltig in Arbeit und Gesellschaft integriert werden können. Das eigens hierzu ins Leben gerufene Jobcenter-Projekt Leben - Qualifizieren - Arbeiten (LQA) in der Breite Straße in Andernach widmet sich genau dieser Aufgabe. Die Arbeit von LQA beinhaltet neben der Vorbereitung auf das ganz normale Alltagsleben auch die aufs zukünftige Arbeitsleben in Deutschland. Die geflüchteten Menschen werden anhand ihrer Neigungen und beruflichen Vorkenntnisse von den Projektmitarbeitern beraten und unterstützt.
Eine Kooperation mit der internationalen Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) und der Stiftung des Halbleiterherstellers INTEL ermöglicht zusätzlich eine Unterstützung der ganz besonderen Art: Flüchtlinge werden hier über das LQA-Modul CORE auf eine berufliche Zukunft in der Informations-und Kommunikationsbranche vorbereitet.
Aus erster Hand über die Projektarbeit von LQA und CORE (Create - Opportunities - for - Refugee - Employment) überzeugen konnte sich eine Delegation aus Vertretern vom IRC-Länderbüro in Deutschland und dem globalen Netzwerk mit Sitz in New York. Der globale Leiter der Abteilung Internationale Programme und Koordinator aller IRC Programme in mehr als 30 Ländern, Ciarán Donelly, und seine Kollegen waren nach Andernach gekommen, um sich einen Überblick zu verschaffen über die Arbeit mit und für Flüchtlinge im Landkreis Mayen-Koblenz.
Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit starken Netzwerkpartnern unterstrichen
Christoph Kretschmer, Bereichsleiter Projekte im Jobcenter Mayen-Koblenz, unterstrich in seiner Begrüßung der Gäste die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit starken Netzwerkpartnern wie dem IRC und sprach den Gästen seinen größten Dank für deren Unterstützung aus. Nur durch die Bildung von breit aufgestellten Netzwerken und der engen Zusammenarbeit mit zuverlässigen Partnern und Institutionen sei die Herausforderung zu meistern, den geflüchteten Menschen einen guten Start und eine Perspektive in Deutschland aufzuzeigen. Donelly zeigte sich zutiefst beeindruckt von der Umsetzung des vom IRC unterstützten Projektes im Jobcenter MYK und dessen Mitarbeitern, die durch eine über den normalen Unterricht hinausgehende ganzheitliche Betreuung versuchen, den Menschen eine Zukunft zu geben. Er dankte allen Partnern für die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Ein weiterer regionaler Netzwerkpartner im Bunde ist die St.-Thomas-Realschule plus in Andernach. In deren Räumlichkeiten fand erst kürzlich mit Unterstützung des IRC die Schulung von Jobcenter-Mitarbeitern sowie Lehrern der St.-Thomas-Realschule plus für die Umsetzung von INTEL Future Skills Kursen statt. Diese haben zum Ziel, mithilfe einfacher elektronischer Bausätze Menschen auf eine Tätigkeit im IT-Bereich vorzubereiten. Martin Leupold, Direktor der St.-Thomas-Realschule plus, erläuterte die Aufgabe und Verantwortung seiner Schule im Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen, ganz besonderes auch in Bezug auf die berufliche Orientierung.
Nach einem für alle Seiten bereichernden Nachmittag intensivsten Austauschs zeigte sich vor allem eines: wenn gleichgesinnte Partner rund um den Erdball Hand in Hand zusammenarbeiten mit dem Ziel, den Menschen vor Ort zu helfen, kann die Welt jeden Tag ein bisschen besser werden.
Weitere Infos unter www.jobcenter-myk.de. Pressemitteilung des
Jobcenters Mayen-Koblenz
