Vierte Klasse der Grundschule Cochem-Dohr besuchte die Kläranlage in Brauheck
Dem Abwasser auf der Spur
Brauheck. Die vierte Klasse der Grundschule Cochem-Dohr besuchte mit ihrer Klassenlehrerin Regina Haase im Rahmen des Sachkundethemas „Wasser“ die Kläranlage in Brauheck. Dort wurden sie von Martin Müller und Stefan Dieterichs empfangen. Als Erstes fiel den Kindern der unangenehme Geruch auf. Die Besonderheit dieser Kläranlage ist, dass es einen speziellen Aufbereitungsvorgang für die Abwässer der Weinkellerei Oster KG gibt.
Dieses fließt dann mit dem Abwasser der Ortsgemeinden Dohr, Faid und Brauheck zusammen in den Rechen. Dort werden grobe Teile herausgefiltert und über Müllcontainer entsorgt. Öle, Fette und Sand werden im nächsten Vorgang getrennt und abgesaugt.
Durch das Vorklärbecken, in das Schlamm zugesetzt wird, fließt das Wasser nur langsam. Im nächsten Schritt machen Mensch und Tier einen Deal. Die sogenannten Mikroorganismen werden im Belebungsbecken mit Sauerstoff versorgt, der eingeblasen und über Rührwerke in dem sechs Millionen Liter fassenden Becken verteilt wird. Die Mikroorganismen, die so klein sind, dass sie nur unter dem Mikroskop zu sehen sind, verwerten die restlichen Abfälle des Menschen.
Im Nachklärbecken steht das Wasser still, so dass sich Schlamm und Schmutz auf dem Boden absetzen kann. Eine Brücke dreht sich langsam und schiebt mit einem Schaber den am Boden liegenden Schlamm in die Mitte des Beckens. Von dort wird er in die Schlammspeicher befördert und den Bauern als Dünger für die Felder zur Verfügung gestellt. Das klare Wasser an der Oberfläche des Nachklärbeckens fließt über eine Krone aus Edelstahl und wird nun in den Ellerbach eingeleitet. Es sieht zwar schon sehr sauber aus, hat aber noch keine Trinkwasserqualität. Erst muss es noch viele Bodenschichten durchlaufen, ehe es als Grundwasser zur Aufbereitung des Trinkwassers durch das Kreiswasserwerk wieder in die Haushalte kommt und sich der Kreis wieder schließt.
Alle Kinder waren sehr interessiert. Den Geruch fanden sie am Ende gar nicht mehr so schlimm.
Nico Göbel (Klasse 4)
