Allgemeine Berichte | 12.12.2016

Im Baggerado wurde Nächstenliebe in Päckchen verpackt

Der Johanniter Weihnachtstruck startet zum ersten Mal in Nickenich

Der Johanniter Weihnachtstruck startet zum ersten Mal in Nickenich

Nickenich. In diesem Jahr startet der Weihnachtstruck der Johanniter zum ersten Mal von Nickenich aus nach Osteuropa, um notleidenden Familien mit dringend benötigten Nahrungsmitteln über den harten Winter zu helfen. Die aus dem Landesverband Bayern stammende Aktion, die dort bereits zum 23. Mal durchgeführt wird, geht nun erstmals auch in drei Regionen in Rheinland-Pfalz an den Start. „Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, die Aktion zu unterstützen“, sagt Lisa Klose, Pressesprecherin des Johanniter-Regionalverbandes Mittelrhein. Möglich geworden sei dies jedoch nur dank der Unterstützung durch Sponsoren. „In einer spontanen Aktion haben sich mit der Firma Bierbrauer & Sohn, dem Koblenzer IT-Dienstleister Modix und dem Andernacher Betonwerk Hachmeister, Sponsoren gefunden, die uns 6.000 Euro zur Verfügung gestellt haben“, freut sich Christian Görg, Regionalvorstand der Johanniter in Koblenz. „Mit diesem Geld konnten wir bei Hit in Andernach die Lebensmittel und andere benötigte Artikel zum Selbstkostenpreis einkaufen.“

So glich das Baggerado am Montag dem Warenlager eines Discounters. Auf insgesamt 13 Paletten stapelten sich Mehl, Zucker, Reis und Öl. Auch Kekse, Schokolade sowie Malbücher, Stifte und Hygieneartikel wurden von vielen fleißigen Helfern vom Regionalverband der Johanniter und der Jugend des Andernacher THW in rund 300 Pakete verpackt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Betriebe halfen beim Packen. „Wir sind mehr als glücklich darüber, dass Karl-Werner Bierbrauer, Inhaber des Baggerados, uns seine Halle zur Verfügung gestellt hat, sonst hätten wir das Projekt hier nicht starten können“, betont Tobias Grosser vom Projektteam Weihnachtstrucker. „An unserem Standort am Koblenzer Bahnhof ist so eine Großaktion logistisch nicht durchführbar.“

Karl-Werner Bierbrauer hat die Aktion gerne unterstützt. „Es ist insgesamt eine gute Sache. Zudem können wir auch unseren Kindern Vorbild sein, indem wir gemeinsam mit ihnen Päckchen für ärmere Kinder packen“. Martin Hachmeister, der der Sache zunächst kritisch gegenüberstand, hat letztendlich die Nachhaltigkeit der Aktion überzeugt. „Auch die Tatsache, dass sichergestellt ist, dass die Pakete auch tatsächlich bei den Bedürftigen, insbesondere bei den Schulkindern, ankommen gefällt mir“, sagt Hachmeister.

Jedes Päckchen ist ein Zeichen der Solidarität

Nachhaltigkeit steht auch bei den Johannitern im Vordergrund. „Es geht uns dabei nicht alleine darum, die Menschen dort mit dringend benötigten Grundnahrungsmitteln zu versorgen“, sagt Tobias Grosser. „Jedes Päckchen ist auch ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung, dass diese Menschen nicht vergessen sind.“ Sich mit hungernden und frierenden Kindern in Europa abzufinden, sei für die Organisation keine Option.

Wenn am 26. Dezember die vier Konvois, zu dem auch der Lkw mit den Päckchen aus Nickenich zählt, nach Rumänien, Bosnien-Herzigowina und Albanien starten, sind auch Tobias Grosser und die ehrenamtliche Helferin Stefanie Lindemann mit an Bord. Beide wissen, dass es eine anstrengende Reise wird. „Doch die strahlenden Augen der Kinder, die uns schon sehnlichst erwarten, entschädigen für alles“, sind sich Lindemann und Grosser einig.

Wir fahren vor allem Schulen an und verteilen die Päckchen dort direkt an die Kinder, mit denen wir dann in unterschiedlichen Projekten auch weiter in Verbindung bleiben“, freut sich Grosser vor allem darüber, dass die Zahl der Kinder, die die Schule besuchen von Jahr zu Jahr steigt. Aber auch Menschen in Altenheimen und Behinderteneinrichtungen freuen sich an Weihnachten seit Jahren über den „Besuch“ aus Deutschland. „Wir arbeiten in den betroffenen Ländern eng mit teilweise langjährigen Partnern zusammen, die uns genau sagen können, wer am dringendsten Hilfe benötigt. Sie helfen uns auch dabei, die Hilfsgüter gerecht zu verteilen. Wenn alles nach Plan läuft, sind wir Silvester wieder zu Hause“, sagt Grosser. „Ob das auch tatsächlich klappt, kann man nie mit Gewissheit sagen, das hängt von vielen noch unbekannten Faktoren ab“, schmunzelt er. Eines steht für den Johanniter-Regionalverband Mittelrhein jedoch mit Sicherheit fest: „2017 werden wir wieder bei den Weihnachtstruckern dabei sein und gemeinsam mit vielen Helfern Päckchen packen“.

Der Johanniter Weihnachtstruck startet zum ersten Mal in Nickenich
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