Laienspielkreis Oberbachem in bester Form
Der Künnich von Baachem
Gelungenes Verwirrspiel um Großbauern, Gier und die große Liebe hatte Premiere
Oberbachem. Mit Spannung hatten die Zuschauer das neueste Stück des bekannten Laienspielkreises Oberbachem erwartet.
„Der Künnich von Baachem“ lockte rund 150 Zuschauer in den Oberbachemer Dorfsaal und ließ im wechselreichen Spiel um die Gier eines Großbauern und wahre Liebe kein Auge trocken. Als Großbauer hat Simon König schon drei Höfe und kriegt immer noch nicht genug. Frei nach dem Motto „Bewääch dingen Hingasch“ (Krieg deinen Hintern hoch) treibt er alles und jeden in seiner Umwelt an, wenn es darum geht, dass er mehr Geld und mehr Land bekommt. In der rheinischen Fassung des Originals von Bernd
Helfrich, umgeschrieben von Paul Caspari, strapazierten die gelungenen Pointen die Lachmuskeln im randvollen Dorfsaal unverfälscht mundartlich.
Weil König nicht ohne Weiteres an den Hof von Kathi Pückler herankommt, zieht er zu diesem Zweck sogar eine Heirat in Betracht. Das allerdings missfällt einer Verehrerin. Gleichzeitig nutzt Königs Knecht Hans die Gunst der Stunde, einen Irrtum von Königs Anlageberater, der ihn mit dem Hausherrn verwechselt, nicht aufzuklären, und spannt den Banker für seine Zwecke ein. Kathi, die mitnichten Gefühle für König hegt, ist hingegen dem Knecht sehr zugetan, was zu einigen Verwicklungen führt. In bekannt treffender, rheinischer Mundart begeisterten die Aktiven ihr Publikum bis zur letzten Minute.
Vor dem Schauspiel hatte Jochen Schröder die Gäste nochmals an den Spendentopf erinnert, der auf dem Tresen stand. Im Jahr zuvor hatte man auf diese Weise 12.000 Euro für den Bunten Kreis sammeln können. Seit vielen Jahren sammelt die Schauspieltruppe für die Organisation, die sich um Familien mit chronisch und schwerkranken Kindern kümmert. „Sie helfen den Familien und den Kindern bei allem, was sie brauchen“, erklärte Jochen Schmitz. Wenn die Kinder aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen die Eltern meist vor vielen neuen Alltagsproblemen, bei deren Bewältigung die Fachleute und Ehrenamtlichen vom Bunten Kreis helfen.
Auch wenn das Ensemble und diesem Jahr zwei Nachwuchsschauspieler im Team hat, suchen die Aktiven weiterhin Nachwuchs. Es wäre von Vorteil, wenn die Schauspielerin oder der Schauspieler die rheinische Mundart kennt, erfährt man vom Team. „Man sollte sie zumindest gehört haben, damit man weiß, wie die Stimmlage ist und wie man die Wörter richtig ausspricht“, erklärten Techniker und Bühnenbauer unisono.
Weitere Aufführungen finden an den Sonntagen, 31. März und 7. April, jeweils um 11 und um 17 Uhr, an den Montagen, 1. April und 8. April, um 19.30 Uhr und Freitag, 5. April, um 19.30 Uhr sowie an den Samstagen, 30. März und 6. April, um 19.30 Uhr statt.
Die Magd liest dem Knecht die Leviten.
