Bunter Abend der Ludendorfer Jonge
Der Ludendorfer Wellblechpalast hält auch härtesten Beanspruchungen stand
Tolles Programm mit zahlreichen bekannten Gruppen aus dem Kölner Karneval – Swisttaler Tollitäten waren mit von der Partie
Ludendorf. Der Ludendorfer Wellblechpalast ist anders, als man vielleicht vermuten könnte, ein überaus stabiles Bauwerk, das auch härtesten Beanspruchungen standhält. Bester Beweis dafür war einmal mehr der Bunte Abend der „Ludendorfer Jonge“, denn das ausgelassene Publikum in der restlos ausverkauften Bauhofhalle ließ im wahrsten Sinne des Wortes die Wände wackeln bei einem karnevalistischen Programm der Extraklasse. „Sitzungspräsident“ Dirk Lüssem, von aller Welt nur liebevoll „der Lü“ genannt, musste nur auf die Bühne kommen und das Mikrofon ergreifen, schon stand der Saal förmlich Kopf. Schließlich kennt er praktisch jeden Karnevalisten in der Region persönlich, spätestens seit er zusammen mit seinem Kompagnon Björn Zimmer eine Karnevalsagentur betreibt, die viele närrische Veranstaltungen im weiten Umkreis mit dem passenden Programm bestückt. So war es auch kein Wunder, dass sämtliche Swisttaler Karnevalsvereine gleich zu Beginn zur Musik der Husarenbläser Dom Esch gemeinsam auf die Bühne marschierten, vorneweg die Tollitäten.
Sämtliche Tollitäten gaben sich ein Stelldichein
Zu dem Jubiläums-Kinderprinzenpaar aus Ollheim mit Prinz Lukas I. (Bößmann) und Prinzessin Johanna I. (Ellmer), dem Dreigestirn aus Morenhoven mit Prinz Daniel (Schmitz), Bauer Linus (Schäfer) und Jungfrau Felicitas (Felix Heising) gesellte sich auch das Dreigestirn aus Dünstekoven mit Prinz Sven I. (Sustar), Bauer Jörg I. (Kaster) und Jungfrau Iris I. (Rang). Und auch die befreundete Karnevalsgesellschaft aus Bornheim-Waldorf hatte ihre Kinderprinzessin Annika I. (Kluth) mitgebracht, die die Gitarre auspackte und ihr Sessionslied „Dat Hätz vom Vürjebirch“ zum Besten gab, das ihr Gitarrenlehrer, der Kölner Karnevalist und Ex-Höhner-Mitglied Franz-Martin Willizil, für sie geschrieben und komponiert hatte. Doch natürlich kamen auch die anderen Tollitäten zu Wort und wurden von der Narrenschar, darunter Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, Ortsvorsteher Josef Breuer und Pater Gregor, ein ums andere Mal Hochleben gelassen.
Mit toller Stimmungsmusik ging es weiter beim Auftritt der Gruppe „Kölschraum“, die ausweislich ihres Stimmungshits „Vunn Kopp beß Foß op Kölle enjestellt“ ist und darum ein Gefühl für die Karnevalsbegeisterung in der Domstadt gab.
Anschließend bestätigten auch die „Rabaue“, was ohnehin alle im Saal zu 111 Prozent wussten: „Do bess Fastelovend!“ Die Stadtsoldaten aus Hennef wirbelten wie ein Orkan über die Bühne, und auch die seit Jahrzehnten erfolgreichen „Filue“ konnte nicht umhin, noch einmal klarzumachen: „Unser Häätz schläät Kölsch!“
Tanzcorps, Tanzpaar und Trompeter
Spätestens jetzt war klar, dass dieser Abend nur ein Thema kannte, und das war die unvergleichliche Karnevalsbegeisterung in Köln. Eine echte Augenweide war der akrobatische Auftritt des Tanzcorps Original Matrosen vum Müllemer Böötche mit ihrem neuen Tanzpaar Kevin Hönig und Saskia Wester.
Das Trio „Kölsch Fraktion“ legte ebenfalls los wie die Feuerwehr, unter anderem mit ihrem Sessionslied „Mir sin do!“ Es war schon weit nach Mitternacht, als die „Die jungen Trompeter“ die Nähe zum Publikum suchten und inmitten der Gäste stehend eine Atmosphäre schafften, die einen gebührenden Abschluss für einen großartigen Karnevalsabend bildete.
JOST
Foto: Volker Jost
