Allgemeine Berichte | 25.07.2022

Stellungnahme der Feuerwehr Sinzig zur Entscheidung des Stadtrates

„Der Neubau eines Feuerwehrhauses an der Kölner Straße wäre ein katastrophaler Fehler!“

Das jetzige Feuerwehrhaus in der Friedrich-Ebert-Straße.  Foto: ROB

„Wir als Feuerwehr zeigen uns erschrocken angesichts der letzten Entscheidung und den chaotischen Umständen der Beschlussfassung zum neuen Standort der Feuerwehr im Sinziger Stadtrat. Ein Neubau eines Feuerwehrhauses an der Kölner Straße gefährdet die Sicherheit der Sinziger Bürgerinnen und Bürger bei einem erneuten Hochwasser! Das geplante Gelände neben dem TÜV an der Kölner Straße stand bei der Hochwasserkatastrophe 2021 meterhoch unter Wasser. Ein mögliches Feuerwehrhaus wäre nicht erreichbar und ein Ausrücken von dort unmöglich gewesen; die Kernstadt wäre tagelang von ihrer Feuerwehr abgeschnitten gewesen. Während solchen Katastrophen muss der Feuerwehr-Stützpunkt der Gesamtstadt mit Einsatzzentrale und Einsatzleitung jederzeit handlungsfähig bleiben, um Warnungen, Evakuierungen und Hilfe für die Bevölkerung durchführen zu können. Mit dem Wissen des vergangenen Jahres können wir nicht guten Gewissens einen Standort im Überflutungsbereich der Ahr verantworten.

In zahlreichen Gesprächen mit den politischen Entscheidungsträgern wurden im Vorfeld unsere Einschätzungen vorgestellt. Umso erstaunter sind wir, dass durch eine Mehrheit der Stadtratsmitglieder den Bedenken der Feuerwehr scheinbar keine Beachtung geschenkt wurde.

Nach den Hochwasserereignissen war politischen Entscheidungsträgern, Verwaltung und Feuerwehr schnell klar, dass ein Neubau auf dem geplanten Grundstück keine Option mehr ist. Durch ein renommiertes Brandschutz-Ingenieurbüro wurden in einer Standortanalyse das jetzige Grundstück in der Friedrich-Ebert- Straße, die Kölner Straße, das Industriegebiet, sowie die Jahnwiese verglichen und bewertet.

Als Ergebnis zeigte sich die Jahnwiese als optimalen und besten Standort für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Während der momentane Standort aufgrund unzureichender Vergrößerungsmöglichkeiten und die Kölner Straße wegen Überflutungsgefahr als Bauorte wegfallen, sehen die Gutachter und die Feuerwehr im Industriegebiet die Erreichbarkeit großer Teile des Stadtgebietes innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Einsatzgrundzeit von acht Minuten, als nicht möglich an. Darüber hinaus steht neben der Jahnwiese aktuell kein Grundstück in städtischem Besitz, auch nicht im Industriegebiet, zur Verfügung.

Wir sind uns der Verantwortung gegenüber dem Grundstück auf der Jahnwiese als „Filet-Stück“ innerhalb der Stadt durchaus bewusst. Allerdings bildet sie momentan realistisch betrachtet die einzige Alternative, um einen Neubau der Feuerwehr sinnvoll realisieren zu können. Die Feuerwehr benötigt ein zeitgemäßes, modernes, zentrales und im Krisenfall sicheres Gerätehaus als Stützpunkt für die gesamte Stadt Sinzig um die Gefahrenabwehr für die Sinziger Bevölkerung jederzeit sicherstellen zu können.

Das Projekt Neubau-Feuerwehrhaus zieht sich nun bereits seit 2008 und verursachte Kosten von rund 600.000 Euro! Der Baubeginn muss nun schnell und ohne Neuplanung des Gebäudes angestoßen werden, um eine weitere Kostensteigerung durch unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr tun alles, um die tägliche Einsatzbereitschaft erfolgreich aufrecht zu erhalten aber sie müssen endlich raus aus ihrer „Bruchbude“!

Wir fordern den Stadtrat auf: Heben Sie den gefassten Beschluss pro Kölner Straße auf, damit nicht durch eine fragwürdig zustande gekommene Entscheidung die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gefährdet wird. Darüber hinaus soll der Stadtrat über die Beschlussvorlage zum Standort Jahnwiese entscheiden um gemeinsam ein zukunftsorientiertes Feuerwehrhaus bauen können!

Die Wehrleitung und die Wehrführer, stellvertretend für die Freiwilligen Feuerwehr der gesamten Stadt Sinzig.

Das jetzige Feuerwehrhaus in der Friedrich-Ebert-Straße. Foto: ROB

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Kommentare
25.07.202219:36 Uhr
ewe

Zweifelhafte Idee. Sicher, das Grundstück ist vermutlich schon gekauft, die (Fehl)Planung weit fortgeschritten und der Rat daher geneigt durch stures Geradeaus Kosten zu sparen, ab sogar einem Laien dürfte klar sein, dass man – spätestens nach den Lehren der Flut – keine kritischen Gebäude in ein Flutgebiet bauen sollte. Oder wie es die DIN14092 ausdrückt: "Feuerwehrhäuser sind Bestandteil kritischer Infrastrukturen[…]Die Beibehaltung der Funktionsfähigkeit muss auch bei extremen Umweltbedingungen wie Hochwasser[…]gewährleistet sein.". Das Konzept wie man diese Norm in einem Gebiet mit zuletzt 3m Wasser erfüllen möchte würde ich gerne sehen. Oder versucht man hier etwa ein theoretisch nicht zulassungsfähiges Gebäude zu bauen und irgendwie durch den Prozess zu schmuggeln?

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