Keramikkunst zum Anfassen und Hören: QR-Codes machen es möglich
Der Stelenweg in Höhr-Grenzhausen wird barrierefrei
Höhr-Grenzhausen. Die Keramiktradition prägt das Stadtbild von Höhr-Grenzhausen seit Langem. Seit 2018 spiegelt sich diese besondere Handwerkskunst auch sichtbar im öffentlichen Raum wider: Der Stelenweg präsentiert die Vielfalt der örtlichen Keramikkunst ganzjährig – und seit Kurzem auch barrierefrei und digital erweitert.
Die Idee zum Projekt entstand 2017 mit dem Ziel, die künstlerische Ausdruckskraft der Keramikwerkstätten dauerhaft im Stadtbild zu verankern. Ergebnis dieser Initiative sind mittlerweile 58 individuell gestaltete keramische Objekte, die auf 2,25 Meter hohen Holzstelen installiert wurden. Die Bandbreite reicht von modernen Interpretationen bis hin zu klassischen Arbeiten. In diesem Jahr erhielten alle Hinweisplaketten auf den Stelen ein neues Design und wurden zusätzlich mit QR-Codes versehen. Dadurch lassen sich über ein Smartphone unkompliziert Informationen zur jeweiligen Stele abrufen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Barrierefreiheit: Die Inhalte sind nun auch als Audio verfügbar und ermöglichen so auch Menschen mit Sehbehinderungen einen barrierefreien Zugang zum Projekt.
Die teilnehmenden Keramikerinnen und Keramiker hatten bei der Gestaltung ihrer Werke freie Hand. Lediglich eine Vorgabe galt es zu beachten: Die Objekte mussten auf den quadratischen Stamm der Stele passen. Das Resultat ist eine eindrucksvolle Bandbreite keramischer Arbeiten, die als offenes Schaufenster der Kreativität wahrgenommen werden können. Einige der gezeigten Werke stammen von inzwischen geschlossenen Werkstätten und halten deren künstlerisches Erbe lebendig.
Der rund zwei Kilometer lange Rundweg beginnt am Keramikmuseum Westerwald in der Lindenstraße 13. Von dort führt er durch den Ortsteil Grenzhausen, wo sich der Großteil der Stelen befindet. Fast durchgehend bleibt eine Sichtverbindung zwischen mindestens zwei Stelen bestehen. Obwohl alle Stelen einheitlich hoch sind, wirken sie durch die individuelle Gestaltung jeweils einzigartig. Zwei weitere Routen im Stadtteil Höhr bieten zusätzliche Entdeckungsmöglichkeiten. Die erste Tour startet am Stadtpark im Ortsteil Höhr, verläuft über etwa 2,5 Kilometer durch den innerstädtischen Bereich. Die zweite Route beginnt am Wanderparkplatz Flürchen und führt auf etwa drei Kilometern durch die naturnahe Umgebung rund um Höhr-Grenzhausen.
Dank der neuen QR-Codes ist nun auch eine digitale Version des Flyers abrufbar. Die gedruckte Variante bleibt weiterhin erhältlich – sie liegt in der Tourist-Information im Keramikmuseum Westerwald, im Rathaus von Höhr-Grenzhausen sowie in zahlreichen Keramikwerkstätten aus. BA
Weitere Themen
Artikel melden
Ein Verletzter nach Angriff im Parkhaus:
13.06.: Brutale Attacke im Westerwald: Männergruppe greift Pärchen an
Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.
Weiterlesen
Der bislang unbekannte Gewinner wird dringend gebeten, sich zu melden!
Über 2,8 Millionen Euro gewonnen: Lotto sucht Glückspilz aus dem Raum Neuwied
Koblenz. Ein bislang noch unbekannter Glückspilz aus dem Raum Neuwied hatte am vergangenen Samstag allen Grund zur Freude: Mit seinem Lottoschein landete er oder sie einen bundesweit einmaligen Sechser im LOTTO 6aus49 und gewann über 2,8 Millionen Euro. Der Jackpot von 50 Millionen Euro blieb indes unangetastet.
Weiterlesen
Mundart-Sänger Daniel Ferber mit neuem Projekt
Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“
Koblenz. Das Jahr 2006 ist vielen Koblenzern in guter Erinnerung: nicht nur durch das deutsche „Sommermärchen“, sondern auch durch ein ganz besonderes Projekt.
Weiterlesen