Allgemeine Berichte | 06.06.2025

Keramikkunst zum Anfassen und Hören: QR-Codes machen es möglich

Der Stelenweg in Höhr-Grenzhausen wird barrierefrei

Kunst auf Augenhöhe: 58 Stelen zeigen die Vielfalt der Keramikstadt. Foto: Kannenbäckerland-Touristik-Service

Höhr-Grenzhausen. Die Keramiktradition prägt das Stadtbild von Höhr-Grenzhausen seit Langem. Seit 2018 spiegelt sich diese besondere Handwerkskunst auch sichtbar im öffentlichen Raum wider: Der Stelenweg präsentiert die Vielfalt der örtlichen Keramikkunst ganzjährig – und seit Kurzem auch barrierefrei und digital erweitert.

Die Idee zum Projekt entstand 2017 mit dem Ziel, die künstlerische Ausdruckskraft der Keramikwerkstätten dauerhaft im Stadtbild zu verankern. Ergebnis dieser Initiative sind mittlerweile 58 individuell gestaltete keramische Objekte, die auf 2,25 Meter hohen Holzstelen installiert wurden. Die Bandbreite reicht von modernen Interpretationen bis hin zu klassischen Arbeiten. In diesem Jahr erhielten alle Hinweisplaketten auf den Stelen ein neues Design und wurden zusätzlich mit QR-Codes versehen. Dadurch lassen sich über ein Smartphone unkompliziert Informationen zur jeweiligen Stele abrufen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Barrierefreiheit: Die Inhalte sind nun auch als Audio verfügbar und ermöglichen so auch Menschen mit Sehbehinderungen einen barrierefreien Zugang zum Projekt.

Die teilnehmenden Keramikerinnen und Keramiker hatten bei der Gestaltung ihrer Werke freie Hand. Lediglich eine Vorgabe galt es zu beachten: Die Objekte mussten auf den quadratischen Stamm der Stele passen. Das Resultat ist eine eindrucksvolle Bandbreite keramischer Arbeiten, die als offenes Schaufenster der Kreativität wahrgenommen werden können. Einige der gezeigten Werke stammen von inzwischen geschlossenen Werkstätten und halten deren künstlerisches Erbe lebendig.

Der rund zwei Kilometer lange Rundweg beginnt am Keramikmuseum Westerwald in der Lindenstraße 13. Von dort führt er durch den Ortsteil Grenzhausen, wo sich der Großteil der Stelen befindet. Fast durchgehend bleibt eine Sichtverbindung zwischen mindestens zwei Stelen bestehen. Obwohl alle Stelen einheitlich hoch sind, wirken sie durch die individuelle Gestaltung jeweils einzigartig. Zwei weitere Routen im Stadtteil Höhr bieten zusätzliche Entdeckungsmöglichkeiten. Die erste Tour startet am Stadtpark im Ortsteil Höhr, verläuft über etwa 2,5 Kilometer durch den innerstädtischen Bereich. Die zweite Route beginnt am Wanderparkplatz Flürchen und führt auf etwa drei Kilometern durch die naturnahe Umgebung rund um Höhr-Grenzhausen.

Dank der neuen QR-Codes ist nun auch eine digitale Version des Flyers abrufbar. Die gedruckte Variante bleibt weiterhin erhältlich – sie liegt in der Tourist-Information im Keramikmuseum Westerwald, im Rathaus von Höhr-Grenzhausen sowie in zahlreichen Keramikwerkstätten aus. BA

Kunst auf Augenhöhe: 58 Stelen zeigen die Vielfalt der Keramikstadt. Foto: Kannenbäckerland-Touristik-Service

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