Bernardshof freut sich über großzügige Spende der KfD Ochtendung
Der Traum vom Wasserspielplatz rückt näher
Mayen. Acht von zehn Vorstandsmitgliedern der KfD Ochtendung machten sich am vergangenen Montag auf den Weg nach Mayen, um Bernardshof–Chefin Regina Freisberg glücklich zu machen: Die Frauen hatten einen Scheck über sagenhafte 2310 Euro im Gepäck, der den Bernardshof seinem großen Traum vom eigenen Wasserspielplatz ein Stück näher bringen soll. Das Geld hatte der Verein, dem 537 Mitglieder angehören, durch den Verkauf von Selbstgemachtem beim Adventsbasar im vergangenen Jahr erwirtschaftet; jeweils den gleichen Betrag spendete die Frauenvereinigung dazu noch an eine Organisation, die rumänischen Straßenkindern hilft und an die Obdachlosenhilfe „Mampf“ in Koblenz. Doch bevor es zur Übergabe kam, waren die Frauen aus Ochtendung erst einmal zu Kaffee und Plätzchen eingeladen. Regina Freisberg hatte sich viel Zeit genommen und gewährte ihren Gästen einen umfangreichen Einblick in die Bernardshof–Welt. Rund fünfzehn Jahre ist es her, dass sie die Leitung der Einrichtung übernommen und die Segel rigoros gen Zukunft gesetzt hat. Das düstere Image, das dem Bernardshof einst anhaftete, ein Hort für „Schwererziehbare“ zu sein – was auch immer das zu bedeuten hatte - ist lange auf der Strecke geblieben; die in der Region spaßhafte aber gängige Drohung genervter Eltern, den renitenten Nachwuchs demnächst im Bernardshof „abzugeben“, hat ihre Macht verloren. Denn die inzwischen vielfach ausgezeichnete Einrichtung ist nicht nur pädagogisch „up to date“: Sie beherbergt eine UNESCO–Projekt–Schule und bietet Kindern mit emotional/sozialen Schwierigkeiten eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten und damit die Chance auf ein gutes und erfülltes Leben, wenn auch ihre Startbedingungen noch so ungünstig sind. Die studierte Soziologin und Sozialpädagogin, die auch von Fachmagazinen gerne um ihre Expertensicht gebeten wird, weiß, dass von ihrer Professionalität alles abhängt und verlangt sich und ihren Mitarbeitern daher viel ab.
Der Bernardhof ist auch in Sachen Umweltstandards bestens aufgestellt
Daneben sorgt sie dafür, dass sich der Bernardhof permanent entwickelt, auch was Umweltstandards betrifft. So wurde die Einrichtung inzwischen mit dem EU-Premium–Label „EMAS“ versehen, das für „Eco – Management and Audit Scheme“ steht. Dieses Label erhalten nur Einrichtungen, die besondere Standards erfüllen und sich verpflichten, ihre Umweltleistung konsequent und systematisch zu verbessern. Jedes Jahr stellen sie sich hierbei den Prüfungen staatlich beaufsichtigter, unabhängiger Gutachterinnen und Gutachter. „Natürlich fließt der Umweltschutz auch in die Pädagogik mit ein“, erklärt Freisberg, „denn nur so setzt er sich effektiv fort.“
Die Spende der KFD Frauen wird für den Wasserspielplatz eingesetzt
Die Frauen der KFD hatten viele Fragen und zeigten sich von der Arbeit des Bernardshof beeindruckt. Viel Wert legt man hier auch auf die Freizeitgestaltung der Kinder: Es gibt Musik–Instrumente, eine Skateranlage, den Naturklettergarten und einen Baum–Lehrpfad, sogar eigene Pferde stehen auf den Weiden rund um das Anwesen, alles von Spenden finanziert. Nun soll der fehlende Wasserspielplatz das Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen um das Element „Wasser“ ergänzen: „Es ist oft schwierig für uns, den Besuch des Schwimmbads im Sommer zu organisieren, denn das erfordert einen hohen Betreuungsaufwand und ist daher nur selten möglich“, bedauert die Direktorin. Mit dem Wasserspielplatz wäre es auch ihren Schützlingen möglich, das kühle Nass bei heißen Temperaturen nach Herzenslust zu genießen, doch es fehlen noch rund 50.000 Euro an dem Projekt. Immerhin – am vergangenen Montag verringerte sich die Distanz dank der KfD Ochtendung wieder um ein gutes Stück: „Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Spende und freuen uns riesig darüber. Ich hoffe sehr, dass wir in nächster Zeit noch weitere Spenden erhalten, dann können wir vielleicht bald schon mit den Bauarbeiten beginnen“, sagte Regina Freisberg. Schon allein die Ankündigung habe bei den Kindern für glänzende Augen gesorgt.
Tatsächlich ist es noch gar nicht lange her, als ein älterer Herr mit seinen beiden Enkeln auf der Rückbank seines Wagens vorfuhr. „Die beiden Grundschüler lugten etwas verstohlen aus dem Auto heraus“, berichtet Freisberg. Der Mann wollte seinen Enkeln zeigen, wo sie landen, sollten sie sich nicht benehmen. Regina Freisberg nahm sich der Familie an und lud Kinder samt Großvater spontan zu einer Besichtigung des Hauses, dessen selbstgestaltete Inneneinrichtung schon teilweise ein Fall für „Schöner Wohnen“ ist, ein. Am Ende wollten die Kleinen fast freiwillig dableiben. Damit hatte Opa wohl nicht gerechnet.
Wer den Bernardshof bei der Finanzierung des Wasserspielplatzes unterstützen möchten, hier das Spendenkonto:
Jugendhilfezentrum Bernardshof
Kreissparkasse Mayen
IBAN: DE64 5765 0010 0000 0217 09
BIC: MALADE51MYN
Eine Spendenbescheinigung, kann umgehend nach Eingang der Spende ausgestellt werden.
Hier sollen die Kinder und Jugendlichen bald einen Wasserspielplatz haben für die heiße Jahreszeit.
